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SPD schafft in Leichlingen neuen Wohn raum für Fledermäuse

Aktion in Leichlingen : SPD schafft neuen Wohnraum für Fledermäuse

Sechs Kästen wurden von Mitgliedern der Leichlinger SPD als Spende an die Offenland Stiftung überreicht. Bis zu 600 Tiere können dort einziehen.

Seit gut drei Jahren kümmert sich die Offenland Stiftung in Leverkusen, Leichlingen und Langenfeld darum, den vorhandenen Lebensraum für bedrohte Pflanzen und Tierarten zu erhalten und – wenn möglich – neuen für sie zu schaffen. Zu den bedrohten Tierarten gehören auch die Fledermäuse aus dem Neuenkamper Wald, für die nun die SPD der Blütenstadt sechs neue Kästen gespendet hat.

Erst im vergangenen Sommer war Fledermausexpertin Mechthild Höller im Wald um das Naturfreundehaus Neuenkamp unterwegs, um zu schauen, welche Arten der Fledertiere hier beheimatet sind und diese fachmännisch zu kartieren. Drei Arten konnte sie erfassen: die Zwergfledermaus, die meist verbreitete Fledermausart, die Rauhautfledermaus und den großen Abendsegler. Für sie empfahl Höller schon damals, weitere Kästen an den Bäumen zu installieren, um ihnen ausreichend sicheren Schutz zu bieten.

Nun wurden sechs dieser Kästen von Mitgliedern der Leichlinger SPD als Spende an die Offenland Stiftung überreicht. Pro Kasten, erklärte Dr. Sascha Eilmus von der Offenland Stiftung bei dieser Gelegenheit, passten zwischen 50 und 100 Fledermäuse hinein, sodass durch die Sozialdemokraten der Blütenstadt letztendlich neuer Wohnraum für bis zu 600 Fledermäuse geschaffen würde.

  • Fledermäuse kuscheln sich in Kästen aneinander.⇥Foto:
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Die SPD-Vorsitzende Roswitha Süßelbeck freute sich, mit der Aktion der heimischen Fauna etwas Gutes tun zu können und durch die öffentlichkeitswirksame Übergabe der Kästen auch die Offenland Stiftung noch bekannter zu machen. „Ich selbst wusste bis vor einigen Monaten nicht, dass es die Stiftung gibt und was sie überhaupt macht“, gestand die Vorsitzende offen. Bei einer Exkursion durch Rothenberg lernte sie die Aktivitäten der Stiftung kennen. Ein förderwürdiges Projekt, wie die Vorsitzende findet. „Da wir als Partei aber kein Geld spenden dürfen, haben wir uns entschlossen, die Stiftung durch die Kästen zu unterstützen.“

Künftig will die Stiftung ein professionelles Fledermaus-Monitoring einrichten, um zu beobachten, wie sich die Fledermauspopulationen vor Ort entwickeln und entfalten. Ein weiteres Ziel der Stiftung sei es, zwei alte Pumpenhäuschen in Balken als Winterquartiere für die Fledermäuse zu erhalten. Diese seien durch ihre konstante Temperatur und hohe Luftfeuchtigkeit ein ideales Winterquartier für die fliegenden Säugetiere. 

Süßelbeck hofft, dass mehr Menschen auf die Stiftung aufmerksam werden und sie bei ihren Bestrebungen, Lebensräume für Flora und Fauna zu erhalten und auszubauen, unterstützen.
www.offenland.info