Leichlingen: SPD redet mit CDU über die Zukunft des Rathauses

Leichlingen: SPD redet mit CDU über die Zukunft des Rathauses

Die SPD nahm den Verkauf des Rewe-Geländes zum Anlass, mit der CDU den Rathaus-Neubau zu diskutieren.

Die neuesten Entwicklungen um das Kaufpark-Gelände in der Leichlinger Innenstadt sieht die SPD positiv. Am Freitag hatten die Architekten und Stadtplaner des Büros "Pässler, Sundermann und Partner" bekannt gegeben, das Areal von Philipp Kiefer gekauft zu haben. Anlass genug, dass der Rat seine Entscheidung zum Rathaus-Neubau noch einmal überdenken sollte, finden die Sozialdemokraten.

"Der Fokus auf den Lebensmittelmarkt passt fantastisch in unsere bisherige Festlegung", sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Matthias Ebecke. "Es macht keinen Sinn, am Schulbusch etwas neu zu bauen für irgendetwas, was man noch nicht weiß." Man hoffe deshalb auf eine zügige Entscheidung mit großer Mehrheit. Dazu war gestern Abend nach der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses ein Treffen mit der CDU geplant. "Wir wollen uns zusammensetzen, um zu gucken, ob statt jahrelanger Diskussion nicht ein Ruck durch Leichlingen gehen kann."

Die CDU gab sich hingegen zurückhaltender. Zum Treffen am Abend wollte sich Fraktionsvorsitzender Helmut Wagner vorher nicht äußern. Er sah auch keinen Anlass, die Entscheidung zum Rathaus-Neubau zu überdenken. "Was hat das eine mit dem anderen zu tun?", fragte er. "Wir wollen möglichst viel Raum schaffen für das Integrierte Handlungskonzept. Das geht nur mit einem Neubau des Rathauses."

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Man wundere sich überhaupt, dass sich die SPD so gegen die Entscheidung sträube. "Die SPD selbst hat das Gutachten in Auftrag gegeben, das besagt, dass ein Neubau über 20 Jahre gesehen der günstigste Weg ist", erklärte er. "Dass sie jetzt das Ergebnis ihres eigenen Gutachtens nicht mehr haben will, finde ich verblüffend."

Wagner verwies außerdem auf die Bürgerbefragung. "Dort ging klar hervor, dass sich die Bürger einen Lebensmittelmarkt an dem Standort wünschen." Die SPD habe sich bislang nicht dafür eingesetzt. "Wenn sie jetzt ihre Meinung geändert hat, wäre das schön", sagte Wagner.

(sug)
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