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Sozialkaufhaus in Leichlingen eröffnet

Sozialkaufhaus in Leichlingen : Eröffnung: Second-Hand liegt im Trend

Das Sozialkaufhaus ist umgezogen und hat in neuen Räumen an der Neukirchener Straße 1-3 eröffnet. Ein Paradies für Schnäppchenjäger: Gebrauchte Bekleidungsstücke gibt es schon ab 1,50 Euro.

Mit dem Pulli, der schon seit Ewigkeiten unangetastet im Schrank hängt oder den unbenutzten Tellern, die man vergangenes Weihnachten von den Verwandten geschenkt bekommen und dann ganz nach hinten ins Regal gestellt hat, können Leichlinger jetzt in die Neukirchener Straße 1-3 kommen. Dort hat am Samstag im ehemaligen Sparkassengebäude das  Sozialkaufhauses Globolus eröffnet und alle begeisterten Schnäppchenjäger in den frisch renovierten Räumen empfangen.

„Die Leute haben hier schon kurz nach neun Schlange gestanden.“, berichtet Awo-Vorstandsmitglied  Nicole Kazinski. Die offiziellen Öffnungszeiten für den ersten Samstag im Monat sind von 10 bis 14 Uhr. Viele Kunden hätten die erschwinglichen Preise gelobt. Zudem konnten Einkäufer zur Feier des Tages Preise gewinnen: Zur Begrüßung bekam jeder zusätzlich zum Corona-bedingt obligatorischen Einkaufskorb ein Los mit der Chance auf einen von fünf Leichlingen-Gutscheinen in die Hand gedrückt. Wer vor dem Stöbern  noch eine kleine Stärkung brauchte, konnte sich beim Bratwurststand vor der Eingangstür bedienen.

 Drinnen findet sich alles Mögliche vom Hexenkostüm und Tee-Service, bis zu Spielsachen, Büchern und Filmen. In der hinteren Hälfte des Ladens können Besucher zwischen Jacken, Hosen, Blusen und weiterer Kleidung zum Preis ab 1,50 Euro  wählen. Eine 74-jährige Kundin probiert vor dem Spiegel eine grüne Bluse mit Punkten. „Es ist übersichtlich, es ist sortiert.“, beschreibt sie  das Angebot am neuen Standort im Gegensatz zum alten. Sie schaue  etwa drei bis vier Mal im Jahr beim Sozialkaufhaus rein.

Julie (17) und Sofia (18) waren vorher noch nie im Globolus, sie hatten die Neueröffnung zufällig entdeckt. „Das ist jetzt auch so ein neuer Trend, dass man in Secondhand-Läden geht“, sagt Julie, und Sofia findet, man solle, anstatt die schnellebige Massenproduktion größerer Modeketten („Fast Fashion“) zu unterstützen, lieber auch mal etwas aus zweiter Hand kaufen.     

 Laut Nicole Kazinski sind künftig häufigere Öffnungszeiten in Planung. Dazu würden aber noch dringend Freiwillige gebraucht. Bislang ist während der Woche nur mittwochs zwischen 10 und 16 Uhr offen.