SPD-Ratsfraktion stellt neue Initiativen für Leichlingen vor Sozialdemokraten wollen Rathaus aufstocken

Leichlingen · Die erste Präsenz-Klausurtagung der SPD brachte etliche Ideen hervor, etwa ein temporäres „Kulturzelt“ und den Willen, beim Wohnviertel „Cremers Weiden“ etwas zu verändern.

 Fraktionschef Matthias Ebecke formuliert Pläne fürs Rathaus.

Fraktionschef Matthias Ebecke formuliert Pläne fürs Rathaus.

Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

Bei ihrer ersten Präsenz-Klausurtagung seit Corona hat die SPD-Ratsfraktion Themen ausgemacht, über die sie mit den anderen Fraktionen im Stadtrat sprechen möchte. Auf der Agenda steht unter anderem die Entscheidung, wie es mit dem Rathaus weitergehen soll. „Bürgermeister Frank Steffes hat die Ratsmitglieder zu Vorschlägen aufgefordert, was mit dem Gebäude passieren soll“, berichtete der SPD-Fraktionschef Matthias Ebecke.

Die Sozialdemokraten haben dazu bereits eine klare Meinung: Weil das Rathaus bei der Flutkatastrophe im Juli schwer beschädigt wurde, wollen sie es sanieren und bei der Gelegenheit aufstocken. „Es hat einen hervorragenden Standort und ist flexibel in der Aufteilung. Außerdem ist es so konstruiert, dass ein Stockwerk darauf gebaut werden kann“, sagte Ebecke.

Dass etwas geschieht, wünscht sich die SPD auch im sozialen Wohnungsbau. Dabei legt sie den Fokus auf das Wohnviertel „Cremers Weiden“, wissend, dass die Gebäude in Privatbesitz sind. Dennoch hinterfragt die Fraktion, wie sie dort weiterkommen könne, zumal es früher bereits Planungen zur Verdichtung und Renovierung der Wohnhäuser gegeben habe.

Um Jugend und Kultur geht es bei zwei Themen, zu denen die SPD in Kürze Anträge einbringen will. „Durch das Hochwasser ist auch die Aula Am Hammer länger nicht nutzbar. Dadurch geht das Kulturangebot den Bach runter“, fürchtete SPD-Ratsfrau Rita Süßelbeck. Die Sozialdemokraten wünschen sich daher ein Zelt, in dem Veranstaltungen übergangsweise stattfinden können. Da auch das Jugendzentrum überflutet war und damit nicht nutzbar, fordert die SPD sowohl ein Konzept für die Sanierung des Hauses als auch für die Jugendarbeit. „Sie soll einen Ort haben“, betonte Süßelbeck. Zu überlegen sei etwa die kombinierte Nutzung des „Kulturzeltes“, ein Ausweichen in das Schulzentrum oder ins Bürgerhaus.

Dass „Bürgerbeteiligung“ im Ausschuss für Soziales, Ordnung und bürgerschaftliche Beteiligung nicht nur eine Floskel ist, dafür will sich dessen Vorsitzender Tobias Rottwinkel starkmachen. „Wir möchten, dass die Verwaltung alle Prozesse auflistet, bei denen Bürgerbeteiligung möglich ist und dann prüfen, wie wir die Bürger, insbesondere junge Menschen, gezielter ansprechen können“, sagte er. Einblick verlangt die SPD dabei auch in die städtische Mängelanzeige, um zu sehen, wie die Stadt darauf reagiert und wie sich die Bürger beteiligen.