Leichlingen: Silo-Brand: Jetzt gibt es (Stick)-Stoff

Leichlingen: Silo-Brand: Jetzt gibt es (Stick)-Stoff

Die kommenden 48 Stunden werden für die Leichlinger Feuerwehr entscheidend sein, wie es mit dem Brand in einem Holzspäne-Silo am Further Weg weitergeht. Die Führungskräfte am Einsatzort entschieden gestern Abend einvernehmlich, den Brand nunmehr nicht mehr mit Kohlendioxid, sondern mit Stickstoff zu löschen. Dies war ursprünglich auch das Mittel der ersten Wahl, konnte bisher nur nicht eingesetzt werden, weil ein ähnliches Silo in Dorsten in Brand geraten war und die Stickstoff-Vorräte komplett beanspruchte.

Jetzt brachte ein Tankwagen der Firma Linde genug Stickstoff, um in den kommenden 48 Stunden den hartnäckigen schweren Brand am Further Weg endgültig zu löschen. Erst dann soll nach Auskunft der Feuerwehr das Silo geöffnet und von Hand gereinigt werden. Am Morgen hatte es kurzzeitig so ausgesehen, als habe auch die Kohlendioxid-Löschvariante Erfolg gehabt. Doch dann war der Brand wieder aufgeflammt.

Für die 16 evakuierten Anwohner bedeutete das die dritte Nacht außerhalb ihrer Wohnungen: Es könnte allerdings sein, dass sie im Laufe des heutigen Tages wieder zurückkehren dürfen, je nach Brandverlauf. Zunächst muss das Risiko einer Staubexplosion jedoch vollständig ausgeschaltet sein.

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So eine Explosion gab es übrigens schon einmal 1984 an ähnlicher Stelle. Damals war die Schreinerei Balke/Schlage betroffen. Ein Blitzschlag hatte die Explosion ausgelöst. Durch die Wucht wurde eine Wand des Silos förmlich weggesprengt.

(RP)
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