Leichlingen: Schülerzahlen an Grundschulen sind ungleichmäßig verteilt

Leichlingen : Schülerzahlen an Grundschulen sind ungleichmäßig verteilt

Droht der Grundschule Uferstraße das Aus? Für das kommende Schuljahr 2018/19 sind dort nur noch 29 i-Dötzchen angemeldet worden. Diese Zahl ist gleich aus zweierlei Hinsicht problematisch: Zum einen ist die Grundschule damit nur noch einzügig. Dreht sich dieser Trend nicht, würde das mittelfristig wohl zur Schließung führen. Zum anderen hätte es bis Mitte Januar nur einer weiteren Anmeldung bedurft, um eine weitere Klasse aufmachen zu können. So aber wird die einzige Eingangsklasse sehr voll.

Zugleich geht die Grundschule Büscherhof im nächsten Schuljahr mit gleich drei ersten Klassen an den Start. Was wie die Bestätigung eines erfolgreichen Schulkonzeptes aussieht, hat aber Schattenseiten: Für derart viele Kinder ist die Schule räumlich gar nicht ausgelegt. Im Ausschuss für Bildung und Sport wurden vergangene Woche die möglichen Auswege aus dem Dilemma diskutiert. Bei aktuell 940 Grundschülern an fünf Leichlinger Grundschulen sieht das Landesschulgesetz nur noch 14 Eingangsklassen vor. Das ist eine weniger als in den Vorjahren.

Obwohl nach dem 15. Januar weitere Eltern ihre Kinder in der Uferstraße anmelden wollten, musste Schulleiterin Waltraud Lotz sie deshalb abweisen. In der Ausschusssitzung erhielt die Stadtverwaltung nun den Auftrag aus der Politik, mit den zuständigen Stellen über die Bildung einer Überhangklasse an der Grundschule Uferstraße zu verhandeln, damit die überfüllte erste Klasse doch noch geteilt werden kann.

In den sozialen Medien herrscht für die aktuelle Situation derweil Unverständnis: "Jetzt stehen hier drei Schulgebäude (also inkl. der erwähnten Kirchstr.) auf engem Raum mit unterschiedlicher Auslastung und man soll im Nachhinein nichts mehr ändern können? Jetzt werden Lehrer versetzt, evtl. Umbauten notwendig und im nächsten Jahr geht das alles rückwärts? Das kostet viel Geld, was besser woanders aufgehoben ist, oder?", zeigt ein User sein Unverständnis im Internetportal Facebook.

Eine andere Benutzerin schrieb dort: "Wenn im nächsten Schuljahr Kinder aus der jetzigen Klasse 2 in der Schuleingangsstufe verbleiben, muss man ohnehin zwei Klassen bilden. Dann haben sich aber alle Beteiligten ein Jahr lang in und mit einer so unzumutbar großen ersten Klasse quälen müssen. Das war in den vergangenen zwei Jahren in der GGS Büscherhof übrigens genauso."

(inbo)
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