Schüler der GGS Büscherhof liefern trotz Regens Sponsorenlauf ab

Sponsorenlauf der Grundschüler : Regenrunden für die Digitalisierung an der GGS Büscherhof

Ein wenig traurig und melancholisch war das Bild am Ende dann doch, das Sebastian Lemmer im Stadtpark abgab. Das Fell seines Ganzkörperkostüms hatte sich ob des unnachgiebigen Regens von oben bis unten vollgesogen.

Und doch hatte der fröhlich grinsende Igel, das Maskottchen der Schule, beim Spendenlauf der GGS Büscherhof seine Wirkung auf die Kinder nicht verfehlt.

Die nämlich sollten sich aufmachen, trotz des ungemütlichen Wetters den ganzen Vormittag lang Runden um Runden durch den Park zu drehen. Das taten sie so lange, bis sich selbst Bürgermeister Frank Steffes das Spektakel ansah. „Er war beeindruckt“, berichtete Sebastian Lemmer. Der Vorsitzende des Fördervereins der Schule war selbst mitgelaufen, hatte die vielen Meter in eben jenem Igelkostüm hinter sich gebracht, das er nun mit Regenwasser voll gesogen Richtung heimischer Wohnung trug. Als wäre das fellige Etwas nicht ohnehin schon schwer genug gewesen, legte es mit zunehmender Zeit und noch mehr Wasser von oben weiter an Gewicht zu. „Das merkt man schon“, betonte der 37-Jährige.

Gleichwohl hatte sich sein Einsatz gelohnt. Die Kinder, bestätigte Vater Heinz-Joachim Lemmer, seien ganz auf ihn fixiert gewesen – und hätten so sicher die ein oder andere Runde mehr geschafft. Jedenfalls bis Schulleiterin Sandra Richter den Lauf schließlich doch abbrach. Für Sebastian Lemmer die richtige Entscheidung: „Es ging nicht mehr.“Der Regen hatte dem Vorhaben schlussendlich einen Strich durch die Rechnung gemacht. Und doch sind die beiden Lemmer guter Dinge, dass viele Runden und damit viel Geld für den Förderverein zusammengekommen ist. Der nunmehr jährlich angesetzte Lauf spülte im vergangenen Jahr rund 3000 Euro in die Kasse. Mit diesem Geld wollen Eltern und Lehrer die Digitalisierung an der Grundschule voranbringen. So soll jede Klasse ein Whiteboard bekommen, jeder Schüler ein eigenes Tablet erhalten. Dabei ginge es vorrangig darum, den Kindern gleich den richtigen Umgang mit den neuen Medien beizubringen. „Durch die Tablets eröffnen sich neue Lernmöglichkeiten“, betonte Sebastian Lemmer.

Dass es einen Förderverein braucht, um diesen technischen Umschwung zu realisieren, lässt den Vater mit dem Kopf schütteln. Vom Bund hatte die Schule viel zu wenige der Touch-Computer erhalten. Zudem seien diese ohne Schutzhüllen gekommen. „Die mussten wir dann erstmal kaufen“, monierte der 37-Jährige. Er hofft, in Zukunft weitere Eltern für den Förderverein begeistern zu können. Bisher zählt dieser 80 Mitglieder bei 243 Kindern an der Grundschule Büscherhof.