Leichlingen/Witzhelden: Rund ums Höhendorf gibt's weniger Müll

Leichlingen/Witzhelden: Rund ums Höhendorf gibt's weniger Müll

Samstag war Großreinemachtag: In Leichlingen fischten Sportangler am Wupperufer nach Müll und trafen unter anderem auf einen Einkaufswagen. In Witzhelden befreite ein kleiner Reinigungstrupp die Schmutzecken von Unrat.

Das gute Wetter am Samstag motivierte viele Menschen zu einem längst fälligen Frühjahrsputz - und das nicht nur zu Hause. Die Sportangler von Bayer Leverkusen nahmen sich die Wupper in der Blütenstadt vor, während in Witzhelden der Verkehrs- und Verschönerungsverein unter dem Motto "Unser Dorf soll sauber bleiben" den Ort von Müll befreiten.

Foto: Miserius Uwe

Bereits am frühen Morgen hatten sich die Angelsportler ans Werk gemacht: Eigentlich hatten sie sich vorgenommen, das Flussbett zwischen den Brücken in Leichlingen zu säubern. "Doch der starke Regen der letzten Tage hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht", bemerkte Mitglied Gregor Boukes.

Der hohe Wasserstand machte es den Anglern unmöglich, sicher durch den Fluss zu waten. Also blieben sie am Ufer und fischten diesmal statt Fischen einen Einkaufswagen und ein vermeintlich gestohlenes Rad. "Das war noch abgeschlossen", berichtete Boukes. Den Fund meldeten die Angler dem Ordnungsamt.

Bis zum Schulzentrum und zur Balker Aue klapperten die Ehrenamtler das Ufer ab. "Am Schulzentrum lag relativ viel Müll", berichtete Gregor Boukes, der anregte, mit den Schülern im Biologie-Unterricht durch ähnliche Aufräumaktion etwas mehr Umweltbewusstsein zu schulen.

Insgesamt rund zwölf Säcke Müll, trugen die fleißigen Sammler, bei ihrer gut dreieinhalbstündigen Aktion zusammen. Unter anderem fanden sie eine ganze Reihe an Mehrwegflaschen. "Man glaubt nicht, was die Leute alles in den Fluss werfen. Die Flaschen haben wir zur Tankstelle gebracht und dafür das Pfandgeld bekommen."

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In Witzhelden traf ein kleiner Räumtrupp am Nachmittag zusammen. Um 14 Uhr begrüßte Doris Harings, Vorstandsmitglied des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) die Freiwilligen zur 31. Müllsammelaktion im Höhendorf. Unter den vier Helfern war auch Karin Busch, die aus Leverkusen gekommen war, um mitzuarbeiten.

Ihre Motivation? "Ganz einfach, ich komme hier gerne zum Wandern hin, und da ist mir schon öfter aufgefallen, dass immer viel am Wegesrand rumliegt. Da mein Mann heute auf einer Tagung ist, habe ich mir gedacht, ich mache mal was Sinnvolles."

Bereits am Freitag waren rund 100 Schüler der Grundschule in Flammerscheid mit Greifzangen und Mülltüten ausgerüstet auf Wanderschaft gegangen. Gut 25 Säcke voller Unrat und Müll hatten die Schüler eingesammelt. "Die Lehrerin hatte sich im Vorfeld Wanderkarten bei mir geholt, um eine bestimmte Strecke zu gehen", berichtete Harings.

Am Samstag waren dann die Erwachsenen dran. Besondere Schmutzecken zählten Harings und Egon Steinfeld, ebenfalls VVV-Vorstandsmitglied, auf, seien die Straßen runter nach Metzholz und Wersbach. Einen besonderen Fund gab es in diesem Jahr nicht. Überhaupt, sagte Steinfeld, "liegt nicht mehr so viel rum wie noch vor zehn Jahren." Die Aktion scheint, wenn auch sehr langsam, doch Wirkung zu zeigen. "Schade, dass wir diesmal nur so wenige waren", bedauerte Harings.

(RP)