Leichlingen: Retter mussten Rettungswagen bergen

Leichlingen: Retter mussten Rettungswagen bergen

Bei der Suche nach einem schwer verletzten Mountainbike-Fahrer überschlug sich ein schwerer Feuerwehr-Unimog.

Ein Mountainbiker gestern Mittag auf einem Waldweg zwischen Witzhelden und Solingen-Glüder gestürzt. Er musste von der Feuerwehr Solingen und Leichlingen geborgen werden. Zunächst eilte die Feuerwehr Solingen herbei, hatte aber mit ihrem Fahrzeug einen Unfall. In einer Kurve geriet der tonnenschwere Unimog von der Fahrbahn ab in die Seitenplanken, kippte auf die Seite und blieb so liegen. Dabei wurden zwei Feuerwehrleute verletzt.

Die Leichlinger Feuerwehr übernahm den Einsatz. Sie kam aber auch nicht unfallfrei zum Ziel. Sie schrammte mit ihrem Einsatzfahrzeug einen Pkw. Es blieb aber bei Schrammen am Lack. Den 39-jährigen Mountainbiker konnte die Feuerwehr Leichlingen zunächst nur mit ihrem Quad aus unwegsamen Gelände bergen. Der schwer verletzte Mountainbiker wurde mit dem Quad zum Rettungswagen gezogen und dann sofort ins Klinikum Leverkusen gebracht. Der etwa 300 000 Euro teure Unimog der Feuerwehr Solingen mussten aufwendig mit einer Seilwinde gedreht und dann abgeschleppt werden. Der Balkhauser Weg war in voller Breite durch den umgestürzten Einsatzwagen blockiert. Der an dem Feuerwehr-Fahrzeug entstandene Sachschaden ist noch nicht ermittelt.

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Auf den Waldwegen in und um Leichlingen sind schon mehrfach Mountainbike-Fahrer und auch Wanderer verunglückt. Die meisten konnten sich per Handy bemerkbar machen und Hilfe anfordern. Das Problem ist allerdings die Bestimmung, woher die Hilfe angefordert wird und in welche Richtung die Rettungskräfte ausrücken müssen. In einem Fall hatte ein schwer verletzter Mountainbikefahrer sogar stundenlang um Hilfe gerufen. Deshalb fordern Experte seit langem Rettungsmesspunkte im Wald.

(RP)
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