Rat stimmt zu: Der Glasfaserausbau in Leichlingen kommt

Rat gibt grünes Licht : Der Glasfaserausbau in der Blütenstadt kann kommen

In Witzhelden könnte Investor Primevest mit dem Ausbau des Netzwerkes für schnelles Internet sofort nach Vertragsabschluss beginnen.

In seiner letzten Sitzung in diesem Jahr hat der Stadtrat grünes Licht für den Ausbau des Glasfasernetzwerkes in Leichlingen gegeben. Mehrheitlich stimmten die Ratsmitglieder dafür, dass die Leichlinger Stadtwerke das „unbeleuchtete Netz“ an den Investor Primevest verkaufen. Dabei handelt es sich um die Glasfaserkabel in der Erde, die Verteilerkästen bleiben im Besitz von NetCologne. „Der Investor haut sofort den Spaten in die Erde, wenn alle unterschrieben haben“, sagte Bürgermeister Frank Steffes nach der Sitzung. Das Unternehmen stehe bereit, um in Witzhelden mit dem Ausbau des schnellen Internets zu beginnen.

Diskutiert wurden in der Ratssitzung noch einmal die Risiken, die mit einem Verkauf des Netzwerkes einhergehen. Gebe die Stadt es aus der Hand, stehe der wirtschaftliche Aspekt des Vorhabens im Vordergrund, weniger die Grundversorgung aller Menschen, sagte Steffes. „Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund 60 Millionen Euro aber übersteigt die Kraft der Leichlinger Stadtwerke“, betonte der Bürgermeister. Um dennoch das Heft in der Hand zu halten, gibt es im Vertrag zwischen Stadt und Investor eine Nebenabrede: Werden 60 Prozent der Vorverkaufsquote in der Vermarktung in den einzelnen Leichlinger Teilgebieten erreicht, ist der Investor zum Ausbau dieses Gebietes künftig verpflichtet.

Zunächst wird Witzhelden mit Glasfaserkabel versorgt. Außerdem wird Leichlingen in sogenannte Cluster aufgeteilt, in denen die Vermarktung beginnt. „Gestartet wird im Kernbereich der Ortsverteilung“, sagte Steffes. Dort konnte bislang kein schnelles Internet per FTTC (Fibre to the curbe mit Glasfaser bis zum Verteilerkasten) angeboten werden, weil die Telekom das Ausbauvorrecht hat, es aber nicht genutzt hat. Ganz in trockenen Tüchern ist der Vertrag noch nicht: NetCologne muss noch zustimmen. „Alle Partner sind aber guten Willens“, betonte der Verwaltungschef. Zuletzt hatte Primevest betont, dass Verträge über Anschlüsse ans Glasfasernetzwerk für Witzhelden bis zum Baustart zu den Konditionen der Vorvermarktung angenommen würden. Für das übrige Stadtgebiet sei in elf Clustern eine Vorvermarktung über einen Wettbewerb geplant. Das Gebiet, das die notwendige Vermarktungsquote als erstes erreiche, werde als erstes ausgebaut.