Leichlingen: Phosphorbombe abgebrannt

Leichlingen: Phosphorbombe abgebrannt

In einer Baustelle an der Kirchstraße ist in der Nacht zu Freitag eine Phosphorbombe in Brand geraten. Die Feuerwehr übergab das gefährliche Fundstück nach den Löscharbeiten an den Kampfmittelräumdienst.

Die Leichlinger Feuerwehr wurde gegen 1.15 Uhr von der Polizei Wermelskirchen alarmiert. Ein Anwohner hatte grelle Funken bemerkt und die Polizei gerufen.

Der Löschzug 1 der Feuerwehr Leichlingen war im Einsatz. Foto: Michael Kiesewalter

Die Gase brannten in einem hellen Lichtschein und wurden von den 15 Einsatzkräften des Löschzugs 1 mit Wasser niedergeschlagen, so Pressesprecher Thomas Schmitz. Innerhalb von drei Minuten war das Feuer gelöscht.

Vermutlich wurde die 30 bis 40 cm große Bombe aus dem 2. Weltkrieg bei Baggerarbeiten beschädigt, das Phosphor entzündete sich durch den Kontakt mit der Luft. Gefährlich werden können die dabei entstehenden Atemgifte, es wurde jedoch glücklicherweise niemand verletzt. Da die Granate auf Teer lag, richtete auch die große Brandwirkung keinen weiteren Sachschaden an.

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Der hinzugerufene Kampfmittelräumdienst säuberte die Bombe von Phosphorresten und machte sie transportfähig, nachdem die Feuerwehr sie zuvor in dessen Auftrag mit Sand abgedeckt und feucht gehalten hatte.

Am Freitag fanden keine Arbeiten an der Baustelle statt, am Montag soll es laut Ute Gerhards von der Stadt Leichlingen "vorsichtig weitergehen" - eine Sperrung sei nicht nötig. Wie bei Kanalarbeiten üblich, sei das Gelände vorher überprüft worden. Warum die Arbeiter die Bombe übersehen haben, ist noch nicht geklärt.

Zwischen 2006 und 2008 wurden mehrere Bomben am Wupperufer gefunden. Die Region wurde vor Ende des zweiten Weltkriegs verstärkt bombardiert.

(irz)
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