Leichlingen: Pfarrfest-Musik muss jetzt einzeln mit der Gema abgerechnet werden

Leichlingen: Pfarrfest-Musik muss jetzt einzeln mit der Gema abgerechnet werden

Auf die Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist und St. Heinrich kommt zusätzlicher Verwaltungsaufwand zu. Seit Jahresbeginn müssen Kirchenfeste und kirchliche Veranstaltungen mit Musik einzeln mit der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) abgerechnet werden.

Seit den 1980er Jahren galt eine Rahmenvereinbarung mit dem Verband der Diözesen Deutschlands (VDD), den die Gema zum Jahreswechsel gekündigt hat, weil sie den Pauschalbetrag von 45 auf 70 Euro pro Jahr und Gemeinde anheben wollte. Mit dieser Preissteigerung konnte sich der VDD allerdings nicht anfreunden.

Mit dem Pauschalvertrag waren unter anderem ein Pfarrfest pro Jahr, ein Kindergartenfest pro Jahr und eine Seniorenveranstaltung pro Monat abgedeckt. Seit dem 1. Januar müssen alle kirchlichen Veranstaltungen mit Musik gemeldet und gesondert vergütet werden. Das betrifft auch das Pfarrfest von St. Johannes Baptist und St. Heinrich im Juni. Die Vorbereitungen erledigt ein Vorbereitungskreis. Unberührt von der Änderung sind die beiden Kirchenkonzerte, die Kantorin Pia Gensler zweimal im Jahr organisiert. Die mussten auch vor dem Jahreswechsel schon gesondert gemeldet werden.

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Wenig bekannt ist, dass der VDD mit der Gema auch einen Pauschalvertrag für die Nutzung urheberrechtlich relevanter Musik in Gottesdiensten und bei gottesdienstähnlichen Veranstaltungen wie Prozessionen, Martinsumzügen oder Trauungen abgeschlossen hat. Dieser wurde 2017 verlängert, aber "unter erheblicher Erhöhung der bisherigen Vergütung", sagte der VDD.

(RP)