Organistin Claudia Hirschfeld begeistert in Weltersbach

Orgelkonzert mit Sopranistin: Claudia Hirschfeld fasziniert in Weltersbach

Stolze 326 Mitglieder hat der „Claudia Hirschfeld Fanclub“ nach eigenen Angaben. Wie viele davon am Sonntag in der Christuskirche des Pilgerheims Weltersbach saßen, lässt sich spekulieren, aber die Kirche war gut gefüllt, als die Showorganistin auf die Bühne trat.

Hirschfeld trug während ihres Neujahrskonzerts souverän verschieden Klassikhits vor – vom Radetzky-Marsch, über den Triumphmarsch aus „Aida“ bis zu Puccini. Die 50-Jährige wirkte dabei mühelos – obwohl sie ihre Wersi-Showorgel mit Händen und Füßen gleichzeitig bediente.

Hirschfeld trat nicht zum ersten Mal in Leichlingen auf. Obwohl sie mittlerweile auch viel international unterwegs ist – etwa in Dubai, Rom, Chicago – kehrt sie immer wieder zurück. „Das macht Claudia auch für uns, ihren Fanclub“, erzählte Ulli Pfennigsdorf (65). Er ist erster Vorsitzender des Clubs, den er vor 21 Jahren gegründet hat.

Am Sonntag stand sein Idol nicht allein auf der Bühne, sondern holte sich für mehrere Stücke die 19-jährige Sopranistin Sophie Schwerthöffer dazu. „Sie ist ein Rohdiamant“, schwärmte Hirschfeld. So habe Schwerthöffer es mit zwölf Jahren ins Finale der RTL-Show „Supertalent“ geschafft. Nach den ersten Tönen wusste auch jeder, warum sie es soweit brachte. Sie traf jeden Ton von Puccinis „O mio babbino caro“ perfekt.

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Hirschfeld wirkte bodenständig. Als es nach dem zweiten Stück anhaltenden Applaus gab, bedankte sie sich mit „Sie verwöhnen mich“. Dabei betonte sie, dass ihr Dank auch den Arbeitern gelte, die die Restaurierung in der Kirche vorgenommen hätten, die nach dem heftigen Unwetter vom Juni unter Wasser stand. Sonntag erstrahlte die Kirche mit frisch gelegtem Boden in neuem Glanz.

Auch Hirschfeld glänzte – musikalisch. Ihre Fans folgen ihr auch ins Ausland. So wie Pfennigsdorf. Letztes Jahr ging es durch England. Aufmerksam auf die Künstlerin ist er durch seine Frau geworden. Mittlerweile kennen sie sich gut – „Claudia“ und er. „Das ist eine richtige Freundschaft geworden“, sagtr der Rentner lächelnd.

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