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Neujahrsempfang in Leichlingen

Neujahrsempfang : Liebeserklärung an Leichlingen

Beim Neujahrsempfang lobte Bürgermeister Steffes die Vorzüge der Stadt und warnte zugleich vor rauerem Ton.

Eine echte Liebeserklärung an Leichlingen hat Bürgermeister Frank Steffes am Sonntag bei der städtischen Neujahrsbegegnung abgegeben: „Leichlingen ist eine liebens- und lebenswerte Stadt, in der es sich bestens wohnen und gut leben, arbeiten, lernen und investieren lässt. Wir haben in Leichlingen alles das, wovon andere nur träumen können“, sagte der Verwaltungschef im Foyer des städtischen Gymnasiums und betonte: „Wir sind privilegiert!“. Zugleich griff er mehrere „Mega-Themen“ auf, die die Blütenstadt in nächster Zeit vor große Herausforderungen stellen werden.

Megathema 1: Kinderbetreuung und Bildung. „Wir verstehen uns als kinder- und familienfreundlicher Ort“, sagte Steffes. Deshalb würden in den nächsten Jahren drei, eventuell sogar vier neue Kitas gebaut, die Grundschule Büscherhof von Grund auf saniert und erweitert, die Schulen gemäß Medienentwicklungsplan verkabelt. Die gigabitfähigen Breitbandanschlüsse für alle Schulen sind bereits beauftragt. Für sechs Millionen Euro soll in der Balker Aue eine neue Sporthalle gebaut werden, die Fertigstellung ist für 2022 geplant.

Im Zuge der Umsetzung des integrierten Handlungskonzeptes für die Innenstadt stehen die Zeichen gleichermaßen auf Veränderung, zwei Projekte stechen dabei hervor: Neben einer attraktiveren Gestaltung beider Stadtparks wird das Erscheinungsbild der Innenstadt aufpoliert. Der Parkplatz an der Wupper auf der Rückseite des Brückerfelds soll einen attraktiveren Grünstreifen mit Sitzgelegenheiten bekommen. Für Hochbeete und Sitzgelegenheiten sowie einen weiteren Baum für ein „Baumtor“ ist vorgesehen, die Einmündung zur Gartenstraße zu verkleinern. In der gesamten Innenstadt sollen ein einheitliches Außenmobiliar und Abfallbehälter für ein stimmiges Stadtbild sorgen.

Bei den „Mega-Themen“ „Digitalisierung“ sowie „mehr Kommunikation, Information und Beteiligung der Bürger“ kündigte Frank Steffes an, dass die Stadt die sozialen Medien noch stärker als bisher nutzen und neben Facebook 2020 auf Instagram die Kampagne „Wir sind Blütenstadt“ starten werde. Außerdem verwies er auf die neue städtische Website mit vielen Online-Diensten, pries die Digitalisierung der Verwaltung und den fortschreitenden Ausbau des Glasfasernetzwerks in der Stadt.

Zu den zahlreichen Veränderungen zählte der Bürgermeister allerdings auch einen deutlich raueren Ton in der Gesellschaft: „Die Umgangsformen einiger Kunden im Kontakt mit den Mitarbeitern sind vielfach und bei Weitem nicht mehr respektvoll. Aber von Beleidigungen, Drohungen und Hassattacken lassen wir uns nicht beeindrucken. Ich bin nicht bereit, die Verrohung unserer Gesellschaft hinzunehmen. Dagegen müssen wir gemeinsam vorgehen!“