Leichlingen: Neuer Rewe-Markt soll Mitte März starten

Leichlingen : Neuer Rewe-Markt soll Mitte März starten

Eine Unternehmenssprecherin bestätigte gestern den Termin - die Auflösungserscheinungen im Kaufpark gehen weiter.

Die Veränderungen sind nicht zu übersehen: Wer den Kaufpark/Rewe-Markt in der Leichlinger Innenstadt in diesen Tagen betritt, sieht zunächst einmal hochgestapelte Getränkekisten. Dort standen bis vor wenigen Wochen noch das Mobiliar der Lotto-Annahmestelle sowie die Schalter der Postagenturfiliale. Sie sind bereits ausgezogen, denn der Vollsortimenter-Supermarkt gegenüber dem Rathaus befindet sich in der Auflösungsphase.

Mitte März soll in den erweiterten Räumlichkeiten des ehemaligen Kaisers-Marktes gegenüber des Schulzentrums ein neuer, moderner Rewe-Supermarkt an der Peripherie der Stadt eröffnen. Die Zeitplanung bestätigte gestern eine Sprecherin des Unternehmens: "Ein auf den Tag genaues Datum können wir allerdings noch nicht nennen, weil noch nicht alle erforderlichen Informationen beisammen sind", sagte sie und bat um Verständnis.

Das bringen in diesen Tagen auch viele Mitarbeiter des alten Rewe-Kaufparks auf, die von Kunden angesprochen werden. Das Gespräch läuft fast immer nach dem selben Muster ab, wie erst gestern wieder zu beobachten war: Insbesondere die älteren Kunden lassen die Belegschaft wissen, "wie schrecklich es für uns ist, dass wir hier in der Innenstadt bald nichts mehr haben".

Das Supermarktpersonal ist freundlich und betont in der Regel: "An uns hat es nicht gelegen, wir wären eigentlich gerne geblieben." Doch irgendwann hatte der Konzern nun mal die Reißleine gezogen. Und zwar nachdem die Leichlinger Politik jahrelang einen Lösungs-Vorschlag nach dem anderen gegen die Wand gefahren hatte - so jedenfalls drückte eine ältere Dame es gestern aus. Nachmieter? Die sind offenbar erst mal nicht in Sicht, schon gar nicht in der vergleichbaren Kategorie. Hausbesitzer Philipp Kiefer vertritt nach eigener Aussage ohnehin die Ansicht, "das gesamte Gelände des Kaufparks und der Tankstelle neu zu gestalten und mittel- bis langfristig einer Wohnbebauung zuzuführen". Bis zum Abriss will er daher auch an Billigläden vermieten, damit das Haus nicht leer steht.

Ob es klappt? Seine Anzeige "2600 Quadratmeter Kaufhaus an stark frequentierter Straße" auf einem Internetportal blieb jedenfalls offenbar monatelang ohne konkretes Ergebnis.

Auch deshalb drückte die Leichlinger SPD gestern Abend im Fachausschuss ASW (Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung) aufs Gaspedal. Die Genossen wollen das frühere Rathaus (zuletzt Polizeiwache) an der Neukirchener Straße kaufen, das aktuelle Rathaus energetisch sanieren und mit einer Holzetage aufstocken: "Wenn wir dann noch den neuen Rathausplatz hinbekommen, haben wir viel auf die Straße gebracht", sagt Fraktionschef Matthias Ebecke.

Die Debatte dazu ist jedoch in vollem Gang (Bericht folgt).

(RP)