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Leichlingen: Neuer Manager für das Familienzentrum

Leichlingen : Neuer Manager für das Familienzentrum

Seit dem Umbau erstrahlen Evangelische Kindertagesstätte und Familienzentrum Brückenstraße im neuen Glanz. Seit einer Woche hat die Einrichtung, in der rund 150 Kinder in acht Gruppen betreut werden, auch einen neuen Leiter: Stephan Dammasch, der im Mai sein 50. Lebensjahr vollendet und aus Wuppertal stammt, ist ursprünglich gelernter Erzieher.

Damit hat sich der Vater zweier Kinder im Alter von vier und 21 Jahren jedoch nicht zufriedengegeben. Während er in seiner Heimatstadt eine viergruppige Kita mitgründete, konzeptionierte und leitete, absolvierte er zeitgleich eine Zusatzausbildung als Qualitätsmanager für Soziales und Gesundheitswesen und ließ sich ferner als Auditor für das Beta-Gütesiegel sowie als Fachwirt für Erziehungswesen ausbilden. Zur Erklärung: Das evangelische Beta-Gütesiegel enthält einen Leitfaden für den Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems in Tageseinrichtungen für Kinder mit dem Ziel, bei religions- und sozialpädagogischer Arbeit mit Kindern und Eltern eine möglichst hohe Qualität zu gewährleisten. So sagt der Beta-Vorsitzende Pfarrer Georg Hohl: "Evangelische Einrichtungen lösen das Recht der Kinder auf Bildung ein - unabhängig von ihrer sozialen, kulturellen und religiösen Herkunft."

Ehe Dammasch nach Leichlingen wechselte, war er bis zum Jahresende als Fachberater für 23 Kita-Einrichtungen in zehn Trägergemeinden des Kreises Düsseldorf-Mettmann beschäftigt. Natürlich ist dem Fachmann klar, dass ihn in Leichlingen eine völlig andere Tätigkeit erwartet. Fühlt er sich gar unterfordert? Dammasch lacht. "Diese sehr große Einrichtung mit 30 Mitarbeiterinnen ist für mich alles andere als Unterforderung."

Die Schwerpunkte seiner Arbeit erläutert er so: "Für mich sind ein offener und wertschätzender Kontakt mit Eltern und Kindern sowie Mitarbeitenden neben der Arbeit im Rahmen der pädagogischen Teilhabe besonders wichtig." Da Partizipation ein immer währender Prozess sei, werde er sehen, inwiefern sich dieses Vorhaben, das mehr eine Haltung und weniger eine Methode sei, weiter vertiefen lasse. Darüber hinaus werde aber auch die Implementierung eines Qualitätsmanagement-Systems künftig eine Rolle spielen - passend zu entsprechenden Plänen, die der Kirchenkreis derzeit anstrebt.

Das sei allerdings zunächst noch Zukunftsmusik. Vorerst benötige er eine Weile, um neben Terminangelegenheiten inhaltlich arbeiten zu können und sich die Strukturen anzuschauen. Er ist jedenfalls überzeugt: "Kontakte und Netzwerkarbeit werden sich darüber hinaus ergeben."

(gkf)