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Leverkusen: Neue Polizeiwache startet im Matsch

Leverkusen : Neue Polizeiwache startet im Matsch

Nach vorbereitenden Erdarbeiten soll spätestens Mitte März der Rohbau beginnen. Plan ist, im November die neue Wache in Hilgen der Polizei zu übergeben. Eine Auffahrt zur direkt angrenzenden Autobahn 1 wird es wohl nicht geben.

Es war der symbolische Startschuss für den Bau der neuen Polizeiwache in Hilgen: Vertreter der Firma Wiedenhoff & Weltersbach, die das Gebäude errichten wird, der Polizei, sowie Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke und die Bürgermeister Frank Steffes (Leichlingen) und Stefan Caplan (Burscheid) setzten sich gestern die Bauarbeiter-Helme auf und hauten ihre Spaten in die matschige Wiese.

Die neue Wache an der Großbrucher Straße, etwa einen Kilometer von der B 51 entfernt, wird die Städte Wermelskirchen, Burscheid, Leichlingen sowie Teile von Kürten und Odenthal abdecken. Das Verkehrsunternehmen Wiedenhoff & Weltersbach ist Besitzer des Grundstücks, auf dem die Wache errichtet wird. "Die Lage ist optimal für die neue Wache", meinte Investor Ralf Weltersbach nach dem ersten Spatenstich.

Polizeidirektor Manfred Frorath betonte noch einmal die Vorteile des Standortes: "Es ging für uns darum, ein neues Dienstgebäude für den Nordkreis an einer zentralen Stelle zu finden", sagte er. Von der neuen Wache in Hilgen seien die Städte ungefähr gleich gut zu erreichen. Zudem seien die beiden Polizeiwachen in Wermelskirchen und Leichlingen längst nicht mehr zeitgemäß - schließlich seien beide Gebäude bereits mehr als 30 Jahre alt.

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Sollte das Wetter mitspielen, könnten die vorbereitenden Erdarbeiten schon bald beginnen. Knapp vier Wochen planen die Investoren dafür ein. "Spätestens ab Mitte März sollen die Rohbauarbeiten erfolgen", berichtete Bauleiter Andreas Lohrey und fügte an: "Nach etwa acht Wochen soll die Gebäudehülle stehen." Der Plan sehe vor, dass ab Mai der Innenausbau erfolgt. Das Gebäude soll im November an die Polizei, die es zunächst für 15 Jahre mietet, übergeben werden.

Eine Auffahrt zur direkt angrenzenden Autobahn 1 wird es wohl nicht geben. Das machte Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke deutlich. Der Vorschlag, in beiden Richtungen eine Anbindung an die Autobahn zu schaffen, sei zunächst verlockend gewesen. Tebroke: "Wir haben das Thema sorgfältig analysiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Vorteil viel geringer wäre, als zunächst gedacht." Laut Polizeidirektor Frorath seien Dienstfahrzeuge über die A 1 nur wenige Sekunden schneller in Wermelskirchen. "Und dann müsste das Einsatzfahrzeug an der Wache stehen und der Einsatz in Wermelskirchen direkt an der Autobahn-Anschlussstelle sein", sagte Frorath. Dies sei aber nur selten der Fall, "da wir - anders als die Feuerwehr - mit unseren Fahrzeugen ständig in der Fläche im Nordkreis unterwegs sind".

Um die Präsenz vor Ort auch nach Abzug der Wachen in Wermelskirchen und Leichlingen zu gewährleisten, sollen in beiden Städten Bezirksdienststellen eingerichtet werden. Leichlingens Bürgermeister Frank Steffes setzt sich dafür ein, dass im Rathaus eine Anlaufstelle geschaffen wird. "Wir setzen alle Hebel in Bewegung. Ich bin mir sicher, dass wir das realisieren", sagte er. Bezirksdienststellen der Polizei haben feste Öffnungszeiten, Bürger können dort auch Anzeigen erstatten - in besonderen Fällen werde der Bezirksbeamte auch zu Betroffenen nach Hause kommen, versicherte Frorath.

Außerdem sei die neue Wache in Hilgen mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Frorath: "Die Bürgerorientierung ist nach wie vor gegeben."

Allerdings: Ebenso wie Wermelskirchens Bürgermeister Eric Weik bedauert auch dessen Leichlinger Amtskollege den Abzug der örtlichen Wachen. Frank Steffes sagte gestern aber auch: "Durch die Einrichtung einer Bezirksdienststelle ist der neue Standort für mich akzeptabel."

(RP)