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Naturfilmer Sigurd Tesche ist tot

Mit 79 Jahren : Große Anteilnahme nach Tod von Sigurd Tesche

Der Naturfilmer wurde 79 Jahre alt, zuletzt wohnte er in Witzhelden.

Fast 700 Dokumentarfilme hat Sigurd Tesche gedreht. Bekannt wurde der Naturfilmer unter anderem durch das Werk „Die Wupper – Amazonas im Bergischen Land“, das er mit seiner Tochter Natali Tesche-Ricciardi, die in den USA lebt, drehte. Im Alter von 79 Jahren ist er am Sonntag gestorben, wie das Solinger Tageblatt berichtet.

Tesche, im Jahr 1940 in Haan geboren, wuchs im Bergischen Land – in Solingen nahe der Müngstener Brücke – auf. Nach dem Abitur entschied Tesche sich, Fotografie, Grafik und Design an der Fachhochschule für Kunst und Gestaltung in Solingen und bei Professor Artur Waßerloos in Wuppertal zu studieren. Bei Kameramann und Werbefilmproduzent Peter Conrad und bei Wirtschaftsredakteur Leo Bermel machte er ein Volontariat, so dass er 1965 seine Fotografenmeisterprüfung mit Diplom vorweisen konnte.

Bereits 1967 gründete er sein eigenes Unternehmen „Tesche Dokumentarfilm-Produktion. Fortan drehte er zahlreiche Natur-Dokumentationen, die auch im Fernsehen beim NDR oder bei Vox zu sehen waren. Für seine Beiträge war Tesche weltweit unterwegs, bekannt wurde er unter anderem für seine Unterwasser-Dokumentationen. Seine Filme thematisieren beispielsweise die Lebensräume von Haien, Kraken, Seepferdchen und anderen Meerestieren.

Seinen letzten Film „Die wilde Wupper“ drehte er 2018 in der Heimat. Dieser lief noch kurz nach Weihnachten beim WDR. Auf der Doku begibt sich der Naturfilmer mit seinen Kameraleuten auf die Spuren der Wupper – von der Quelle bis zur Mündung in den Rhein. Die Reise geht über 116 Kilometer durch mystische Moore und imposante Flusslandschaften.  Für die ARD kümmerte sich Tesche um die deutsche Bearbeitung von Naturfilmen „Blauer Planet“ und „Wilde Dynastien“. In den sozialen Medien nehmen viele Menschen Anteil am Tod von Sigurd Tesche.

(isf)