Moltkestraße in Leichlingen: Stadt soll Alternativen zur Straßensanierung prüfen

Moltkestraße : Stadt soll Alternativen für Straßensanierung prüfen

Die marode Moltkestraße bleibt Thema in der Politik. Wie eine Lösung aussehen könnte, ist weiterhin unklar.

Die Proteste haben Wirkung gezeigt: Die Mitglieder des Infrastruktur, Verkehrs- und Betriebsausschusses haben eine Entscheidung über die Sanierung der Moltkestraße vertagt, die Verwaltung soll weitere Alternativen prüfen und der Politik vorlegen.

Dass es vermutlich schwierig bis unmöglich wird, allen Interessen gerecht zu werden, wurde bei der Diskussion klar. Dazu sind die Voraussetzungen an dieser Stelle zu kompliziert. Die Moltkestraße ist eine vielbefahrene Hauptverkehrsstraße. Vor dem Bahntunnel staut sich der Verkehr, Kinder gehen zur Schule, Anwohner benötigen Parkplätze, und auch die Radfahrer verlangen nach ihrem Recht.

Vor allem die nicht vorhandenen Radwege beziehungsweise Schutzstreifen bereiteten den Parteien, aber auch dem ADFC, Kopfzerbrechen. „Wir können nicht auf der einen Seite eine Verkehrswende beschließen und Radschnellwege beantragen, und auf der anderen Seite dann bei einer Straße wie der Moltkestraße Radwege erst gar nicht einplanen“, waren sich die Politiker einig. Die CDU mahnte in diesem Zusammenhang an, dass die Stadt endlich ein zusammenhängendes Verkehrskonzept erstellen sollte.

Einig waren sich alle Parteien, dass bei der alternativen Planung die Errichtung von Schutzstreifen in eine oder beider Fahrtrichtungen für die Radfahrer berücksichtigt werden sollen, ebenso wie Platz für die Parkplätze der Anwohner. Erst wenn diese Alternativen vorliegen, könne man entscheiden, wenn auch wahrscheinlich zu Lasten der einen oder anderen Interessensgemeinschaft, hieß es. Wann diese Pläne vorliegen werden, ist noch unklar.

(cebu)
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