Mit Hase Felix und Oma auf Reisen

Lesen ist Familiensache : Mit Hase Felix und Oma auf Reisen

Eine Leichlingerin hat Hase Felix erfunden. Über seine Abenteuer freuen sich drei Generationen der Familie Torlée.

Er  geht seit 25 Jahren auf Reisen und schreibt seiner kleinen Freundin Sophie aus jedem Land Briefe. Seine Abenteuer wurden in 31 Sprachen übersetzt und millionenfach verkauft. Und eine eigene Briefmarke hat er auch –  der Hase Felix.

Das kleine Langohr ist mittlerweile so etwas wie ein Star in heimischen Kinderzimmern. In den 1990er Jahren von der Leichlinger Autorin Annette Langen und der Münsteraner Grafikerin Constanza Droop erfunden und illustriert,  begeistert der Hase Felix weltweit nicht nur Kinder. Deshalb habe ich, die lesebegeisterte Oma, für meine Enkeltochter Mila (bald 5) eine kleine Bücherecke eingerichtet – natürlich auch mit Büchern vom Hasen Felix. Und fast jedes Mal,  wenn meine vierjährige Enkelin zu Besuch kommt, zieht sie eines dieser Bücher hervor mit der Bitte „Kannst Du mir was vom Felix vorlesen, Oma?“ Dann kuschelt sich Mila auf dem Sofa an mich und fragt „Wohin ist Felix diesmal gefahren?“ oder tippt neugierig auf eine Zeichnung und möchte wissen „Was macht er denn da?“ – Fragen über Fragen wollen dann beantwortet werden – auch von Milas Mama Jenny, die auch zu Hause gerne die Geschichten vom Hasen Felix vorliest.

Wunderschön illustrierte Bilder veranschaulichen nicht nur meiner Enkeltochter in jedem Felix-Buch, was in dem jeweils vom Langohr bereisten Land so besonders ist. „Was ist das denn?“ Und: „Wieso heißt das so?“  Milas Neugierde kennt keine Grenzen. Besonders toll findet sie immer wieder, dass man kleine gefaltete Zettel aus einem Umschlag nehmen kann. „Das ist ein Brief, den Felix an seine Freundin Sophie geschrieben hat“, erkläre ich ihr dann. Stirnrunzeln. „Was ist ein Brief?“, kommt es prompt. Für Kinder, die im digitalen Zeitalter aufwachsen, ist ein handgeschriebener Brief wohl etwas ganz exotisches. Faszinierend ist so etwas aber allemal.

Mit der Figur des Hasen Felix hat Autorin Annette Langen in 25 Jahren Millionen Kinderherzen erreicht und über Generationen hinweg auch immer neue Kinder damit begeistert. In 31 Sprachen übersetzt, stand „Felix“ als erstes deutsches Kinderbuch 70 Wochen auf Israels Bestsellerliste und hat in englischer Übersetzung sogar einen Buchpreis im Iran erhalten. Annette Langen betonte einmal in einem RP-Interview: „Mir bedeutet vor allem sehr viel, dass Felix zur Völkerverständigung beiträgt.“ Und das tut der kleine Hase allemal.

Pünktlich zum 25-jährigen Geburtstag der Felix-Abenteuer gibt es Lese-Nachschub: Die limitierte Jubiläums-Ausgabe „Briefe von Felix“ schickt den reiselustigen Hasen diesmal auf Weltreise. Dann bekommt seine kleine Freundin Sophie wieder jede Menge Briefe. Beispielsweise aus England, Frankreich, Kenia und aus den USA. Natürlich wieder mit tollen Zeichnungen von landestypischen Wahrzeichen. Und damit nicht genug: Bei der zweiten Neuerscheinung „Mit Felix durch die Schweiz“  erleben die  Kinder was Jodeln bedeutet, ein „Mölirad“ ist und was denn ein Alphornbläser so macht.

Klarer Fall für mich als Oma: das ist etwas, was im Osternest für meine kleine Enkeltochter Mila liegt. Ich freue mich schon riesig, ihr daraus vorzulesen. Denn: dazulernen können auch Omas immer noch etwas.

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