Kandidatenporträt Dr. Peter Ludemann/FDP: Mit 67 Jahren den Traum von Berlin realisieren

Kandidatenporträt Dr. Peter Ludemann/FDP : Mit 67 Jahren den Traum von Berlin realisieren

Dr. Peter Ludemann (FDP) kandidiert zum ersten Mal für den Bundestag. Mit seiner Frau Helga lebt er in Bergisch Gladbach.

Rhein-Berg Dieser Mann liebt Antikes. Das ist wohl der erste Gedanke eines Gastes, wenn er das Büro des FDP-Bundestagskandidaten Dr. Peter Ludemann in seinem Haus in Bergisch Gladbach betritt. Der dunkle Marmorboden und die schweren alten Möbel lassen den Raum kühl-elegant wirken. "Die Möbel habe ich von einer Tante meiner Frau übernommen, sie stammen aus einer Kölner Möbelfirma", erzählt Ludemann.

Auf dem Schreibtisch steht außerdem ein alter, silberner, geschwungener Aschenbecher, den Ludemanns Vater, ein Journalist, von einer seiner Recherchereisen mitbrachte. "Ich liebe solche alten Stücke", sagt der 67-Jährige, der zum ersten Mal für den Bundestag kandidiert. Von den Kandidaten der fünf großen Parteien ist er der älteste, arbeitet aber auch weiterhin selbstständig als Unternehmensberater. "Ich kann mir nicht vorstellen, ab jetzt nur noch zu Hause zu bleiben", sagt er.

Während des Gesprächs wird er mehrere Male zur Unterstreichung seiner Argumente in eines der Fächer an der Wand greifen und einen passenden Flyer seiner Partei hervorziehen. "Ich bin der Meinung, wir haben etwas zu bieten", sagt der Kandidat. Besonders am Herzen liegt dem dreifachen Vater und vierfachem Großvater eine liberale Familienpolitik. "Kinder sind unsere Zukunft. Und wir müssen es Eltern ermöglichen, ihre Familienvorstellungen auf vielfältige Art und Weise individuell zu gestalten. Sei es mit einer Betreuung daheim oder in einer Kita", sagt er. Freiheit für jeden Bürger, seine eigenen Entscheidungen zu treffen, selbst über sein Leben bestimmen zu können, das ist Ludemann wichtig. "Die etwas überhebliche Verbotskultur, die Rot-Grün pflegt, wird bei den Wählern nicht ankommen", ist er sich sicher und rechnet mit einem "zweistelligen Ergebnis" für seine Partei im Kreis. "Das gegnerische Lager macht es einem ja diesmal einfach", stichelt er.

Ludemanns Werkstatt im Keller des Hauses wird zurzeit nur selten genutzt. "Der Terminkalender ist voll", sagt er. Vor seiner Kandidatur hat der Ingenieur dort viel Zeit verbracht. "Ich bin der Hausmeister hier im Hause", sagt er lachend. Er macht kleinere Reparaturarbeiten und restauriert geliebte alte Stücke. Außerdem arbeitet er viel und gerne gemeinsam mit seiner Frau Helga im großen Garten des Hauses, das seine Eltern 1939 bauten.

Im Sommer zieht es das Ehepaar Ludemann immer in die Toskana, dort lebt eine der drei Töchter mit ihrem italienischen Ehemann und zwei Enkeltöchtern. "Die Landschaft, die Weine, die Kultur", all das begeistere ihn an der Region, sagt Ludemann, der auch Italienisch spricht und gerne italienische Opernarien hört, entweder zu Hause oder live in der Kölner Oper. "Diese Musik hebt meine Stimmung", sagt er.

(RP)
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