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Leichlingen: Minister Borjans besucht Leichlingen

Leichlingen : Minister Borjans besucht Leichlingen

So ganz passte der Mann optisch nicht zu den Besuchern des Trödelmarkts am Brückerfeld, der guter Dinge am Samstag zwischen Ständen und Bier- und Bratwurstbuden zu sehen war: Krawatte, graues Jackett, weißes Hemd: Norbert Walter-Borjans, der bisherige NRW-Finanzminister. Der Politiker verteilte auf dem Markt rote Rosen, sprach mit Händlern und Kunden.

Grund für seinen Besuch in Leichlingen war nicht die Suche nach Schnäppchen, sondern knallharter Wahlkampf. Mit seinem Auftritt wollte der SPD-Politiker, der aus Köln stammt, Wahlkampfhilfe für den Landtagskandidaten Oliver Deiters machen, der für das Landtagsmandat des Rheinisch-Bergischen Kreises kandidiert und aus Odenthal stammt.

Sein erster Besuch in Leichlingen sei es nicht, erzählte der gut gelaunte Walter-Borjans. Als in Krefeld geborener Kölner sei der Weg nach Leichlingen ins Bergische Land nicht weit, erzählte der bisherige Minister, der es gerne wieder werden möchte. Der Minister in Wartestellung wurde vom SPD-Landtagskandidaten Oliver Deiters, Roswitha Süßelbeck, der Vorsitzenden des Ortsvereins Leichlingen, und dem Kreisvorsitzenden Gerhard Zorn herzlich bei Sonnenschein in der Blütenstadt begrüßt.

Nach einem Besuch im Seniorentreff im Bürgerhaus ging es zum Trödelmarkt, auf dem die lokale SPD mit einem Stand vertreten war. Walter-Borjans schnappte sich rote Rosen und verteilte sie an die Besucher.

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Er stieß bei seiner Werbetour auch auf Gudrun Kalkum aus Solingen-Burg, die einen Verkaufsstand hatte. Die beiden mussten schnell lachen: Bei Gudrun Kalkum war Walter-Borjans ausgerechnet an ein eingefleischtes CDU-Mitglied geraten, dass er auch mit Blumen und seinem prominenten Besuch am Stand nicht für seine Partei begeistern konnte.

Dennoch unterhielten sich beide ausführlich. "Ich habe ihm gesagt, dass ich mir eine Koalition von SPD und CDU gut vorstellen könnte, aber ohne irgendeine andere Partei. Und er meinte, das könne er sich auch vorstellen", berichtete Gudrun Kalkum hinterher.

(cpg)