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Märchenhochzeiten auf Schloss Eicherhof in Leichlingen

Große Nachfrage : Märchenhochzeiten auf Schloss Eicherhof

Im Jahr 2000 wurde die Kooperation zwischen Schloss und Standesamt besiegelt. Seitdem sind die Termine für Eheschließungen heiß begehrt.

Es begann mit bunten Stühlen, Rechnungen am Ausgang und ohne Betreuung für die Brautpaare – seit 2000 können Paare im Schloss Eicherhof heiraten. Ellen Kempkes, damals Standesbeamtin, hatte die ersten Trauungen organisiert. Der damalige Bürgermeister Ernst Müller hatte den Spiegelsaal zum Trauzimmer gewidmet. Seitdem hat sich viel verändert, und das Schloss ist zum begehrten Hochzeits-Hotspot geworden. „Sogar aus Jena, München oder Schleswig-Holstein erreichen uns Anfragen nach einem Hochzeitstermin“, sagt Standesbeamtin Brigitte Gutendorf.

Das hat gute Gründe. 2004 übernahmen Matthias Winzer und Manfred Ackermann das Schloss, und bieten Brautpaaren und ihren Gäste seitdem ein schönes Ambiente mit zusätzlichen Angeboten wie Sektempfang oder Feier im Schloss. Der Spiegelsaal wurde liebevoll dekoriert, und seit 2011 sind auch Trauungen im Garten möglich.

Die Nachfrage spricht für sich: 2018 führte das Leichlinger Standesamt 231 Trauungen durch, 161 davon auf Schloss Eicherhof. 108 Paare kamen von außerhalb in die Stadt. Fünf Trauungen fanden im ganz besonderen Ambiente statt. „Die Termine hatten wir in den späten Nachmittag gelegt, und haben das Schloss dann mit Kerzen beleuchtet“, erzählt Gutendorf.

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Das Interesse ist ungebrochen. Bisher wurde 116 Mal geheiratet, aktuell geplant sind noch 79 Eheschließungen. Brigitte Gutendorf und ihr Team sind zuversichtlich, dass diese Termine auch stattfinden werden. „Bisher hat noch niemand Nein gesagt“, sagt Gutendorf. Zusammen mit ihren Kolleginnen Heidrun Glage, Alexandra Wiegratz und Ulrike Wildt geleitet sie die Paare in den Ehestand, Bürgermeister Frank Steffes übernimmt auch schonmal eine Eheschließung.

Und was ist aktuell Trend bei Hochzeiten? „Individuelle Musik vor, während und nach der Trauung und Seifenblasen“, sagt Gutendorf. „Der Trend geht tatsächlich zur Nachhaltigkeit“, ergänzt Manfred Ackermann. Viele Brautpaare verzichten inzwischen bewusst auf Luftballons.