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LTV-Camp: Auf dem Weg zum Tennis-Ass

Ferienprogramm : LTV-Camp weckt in Kindern die Tennis-Lust

Kinder von fünf bis 15 Jahren lernten den richtigen Umgang mit der gelben Filzkugel – trotz der Flutkatastrophe. Die Sandplätze sind nämlich, anders als die in der Halle, schon wieder bespielbar.

 Hannah und Lotta waren begeistert. Das zeigten allein ihre Gesichter. In den Ferien spielten die Freundinnen im Tenniscamp des Leichlinger TV erstmals mit der gelben Filzkugel. In Zukunft, sagen sie, wollen sie in den Verein eintreten. Was wohl Papa und Mama dazu sagen? Die waren vor allem froh, dass das Angebot in den Ferien überhaupt stattfand.

Denn wie viele Einrichtungen in der Blütenstadt ist auch die Tennisanlage des LTV vom Hochwasser betroffen. Die Brühe stand laut Abteilungschef Wolfgang Dörper einen halben Meter auf den Außenplätzen. „Wir spielen hier dieses Jahr kein Tennis mehr“, habe er beim ersten Anblick der Plätze Mitte Juli gedacht. Ein Platzbauer trocknete die Sandplätze, von denen fünf Mitgliedern zuvor tagelang Dreck abgetragen hatten.

Während die Außenplätze wieder bespielbar sind, sind die in der Halle ruiniert – so wie auch das Restaurant. Eine neue Dämmung und Seitenverkleidung und ein neuer Teppichboden müssen her. Die Abteilung wähnt sich dabei im Zeitplan, sagt Dörper: „Wir sind perspektivisch auf einem guten Weg.“ Bereits Ende Oktober soll der neue Boden da sein. Zwei Bautrockner trocknen die Halle nachts. Die Wintersaison wird wohl gerettet.

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Gerettet haben die guten Kontakte der Abteilung auch das Tenniscamp für Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 15 Jahren. In Gruppen nach Altersklassen sortiert, erlernten sie entweder die Tennis-Grundsätze oder verfeinerten ihre Technik. 15 Kinder, erzählt Dörper, probieren den Sport im Camp zum ersten Mal aus., und „das passiert alles sehr spielerisch“, In der Tat hatten die Kleinsten augenscheinlich eine Menge Spaß. Und dementsprechend erschöpft, aber merklich glücklich gingen Lotta und Hannah vom Platz. Sie hätten auch gleich Freunde gefunden. Außerdem lernten sie die Rück- und Vorhand kennen. „Das ist ein bisschen schwierig“, bekannte Hannah lächelnd. Susanne Jansen ist Cheftrainerin und eine von vier im Camp. Wenn die Kinder Spaß hätten, sagt sie, seien sie auch konzentriert bei der Sache. Tennis sei ein idealer Sport, da er den ganzen Körper beansprucht. Und Kinder, die sich im direkten Zweikampf wie zum Beispiel beim Fußball nicht so gut durchsetzen können, erlebten beim Tennis Erfolgsmomente.