Mutter bei Brand gestorben: Leichlinger sammeln Spenden für 23-Jährigen

Mutter bei Brand gestorben: Leichlinger sammeln Spenden für 23-Jährigen

Der Sohn der am Freitag im Diepental verbrannten Frau steht vor dem Nichts. Für den 23-Jährigen, der sich noch in der Ausbildung befindet, haben Leichlinger Bürger eine Spendenaktion gestartet. Vor allem Geldspenden sind vonnöten.

Nach dem Hausbrand im Diepental befindet sich der 23-jährige Sohn der in dem Feuer ums Leben gekommenen Mutter nicht mehr im Krankenhaus. Er hatte in der Nacht auf Montag die Feuerwehr noch alarmieren können, musste dann aber mit einer starken Rauchvergiftung mit dem Notarzt ins Krankenhaus eingeliefert werden. Durch diesen Schicksalsschlag hat der junge Mann nicht nur seine Mutter, sondern auch seine Wohnung und seine gesamte Habe verloren. Er ist zurzeit bei Bekannten untergebracht.

Die Stadt Leichlingen werde Sorge tragen, den jungen Mann mit Wohnraum zu versorgen, kündigte Stadtsprecherin Ute Gerhards gestern auf Nachfrage an. Ordnungsamtsleiter Thomas Knabbe, der zugleich als Zuständiger für die Feuerwehr auch am Einsatzort war, habe sofort Kontakt mit dem jungen Mann aufgenommen. Welche Hilfen er genau zu erwarten habe vonseiten der Stadt werde noch geklärt.

  • Fotos : Leichlingen: Eine Tote nach Brand in Diepental

Leichlinger Bürger haben indes einen Spendenaufruf gestartet. Initiiert wurde er von Michael Kiesewalter über Facebook. Geldspenden sammelt die Freundin des 23-Jährigen, der nicht einmal mehr seine Dokumente, noch irgendwelche Kleidungsstücke aus dem brennenden Holzhaus hat retten können. Kleiderspenden sammeln die Leichlingerinnen Astrid Brüling und Maja Vogt, die auch eine Sammelstelle für diesen Samstag eingerichtet haben. Der Kiosk "Heidis Büdchen" an der Opladener Straße stellt dafür eigens seine Räumlichkeiten zur Verfügung. Der junge Mann befindet sich noch in der Ausbildung und wird zunächst eine Wohnung benötigen. Bereits etwa zehn hilfsbereite Leichlinger haben bei Maja Vogt Kleiderspenden avisiert: Es seien größtenteils junge Menschen gewesen, die auch entsprechend modische Kleidung bereithielten, berichtet sie. Wer noch gut erhaltene Herren-Winterkleidung in Größe L angeben möchte, solle sich vorher bei ihr melden, rät sie. Der junge Mann sei 1,78 Meter groß und habe Schuhgröße 44,5. "In erster Linie wird jetzt aber Geld benötigt, der junge Mann steht wirklich ohne alles da", verdeutlicht sie.

Die Polizei hat laut Sprecherin Claudia Kammann immer noch keine Erkenntnisse über die Brandursache. Die Kriminalpolizei ermittele noch, sagte sie gestern. Auch habe die Gerichtsmedizin in Köln die Tote aus dem Diepental noch nicht identifizieren können. Der Sohn hat gegenüber Bekannten bestätigt, dass es sich nur um seine Mutter handeln kann.

(RP)
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