Matthias I. und Ann-Kathrin I. Prinzenpaar will neue Wege gehen

Das designierte Karnevalsprinzenpaar Matthias I. und Ann-Kathrin I. präsentierten sich mit Kinderkarnevalsprinz Jannik der Öffentlichkeit.

 Sie regieren in der kommenden Session das Leichlinger Narrenvolk: Jannik, Matthias Clemen und Ann-Kathrin Witprächtiger.

Sie regieren in der kommenden Session das Leichlinger Narrenvolk: Jannik, Matthias Clemen und Ann-Kathrin Witprächtiger.

Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

Selbst noch vergleichsweise jung, wollen sie andere junge Leute für den Karneval begeistern: Anfang der Woche hat die Vereinigung Leichlinger Karneval (VLK) mit Ann-Kathrin Witprächtiger (29) und Matthias Clemen (30) das designierte Prinzenpaar der Karnevalssession 2019/20 vorgestellt. Außerdem präsentierte sich Kinderprinz Jannik Tietz mit seinem Standartenführer Sven Nippel.

Wie sie das junge Publikum nun genau mit dem Jeckenvirus infizieren wollen, wollte das künftige Prinzenpaar allerdings noch nicht verraten. Nur so viel: „Es wird alles anders als in den letzten Jahren“, legten die beiden die Innovationsmesslatte ganz schön hoch. In den Sozialen Medien haben sie bereits mit Neuem begonnen: Unter „Prinzenpaar Leichlingen 2019/20“ ist auf Facebook seit Mittwoch die ganze Equipe zu sehen, allerdings nur als Schatten – wer dabei ist, wird nach und nach bis zur Proklamation am 16. November verraten.

Dass die beiden den Regentenjob gemeinsam machen wollen, haben Clemen und Witprächtiger bereits vor sechs Jahren verabredet: „2013 nach dem Blütensamstagsumzug im Festzelt haben wir das abgemacht“, hat sich der Prinz exakt notiert, als wolle er die Prinzessin in spe auf keinen Fall mehr entwischen lassen.

Tatsächlich sind aber beide Feuer und Flamme: Sie gehören seit dem Kindesalter zur Karnevalsgesellschaft Blütenstädter, der Karnevalsvirus wurde in beiden Familien eins zu eins an den Nachwuchs weitergegeben. „Wir hatten eigentlich gar keine Wahl. Das kommt ganz von allein, wenn man immer dabei ist“, sagte Ann-Kathrin Witprächtiger, deren Opa Heinrich vor vielen Jahren schon Prinz war. „Karneval ist einfach Heimat“, schwärmte sie.

Zugleich gab sie aber auch Entwarnung: Obwohl sie derzeit in Düsseldorf wohne, sei die Gefahr, dass ihr ein Helau herausrutsche, gleich null. Kinderprinz Jannik hat auch bereits einige Sessionen hinter sich, war schon auf vielen Veranstaltungen, weil seine Schwester beim TSV Rhein-Wupper tanzt. Sogar selber hat er das Tanzen schon ausprobiert, mittlerweile springt der Neunjährige aber lieber Trampolin, geht schwimmen oder macht Musik.

Nach der Karnevals-Kindersitzung in der vergangenen Session konnte ihn nichts mehr abhalten, die Regentschaft über die närrischen Kinder übernehmen zu wollen. „Er hat uns dann eine lustige Bewerbung geschrieben und wir haben uns schnell geeinigt“, berichtete VLK-Chef Werner Fuchs. Mit seinen Prinzenführern hat Jannik bereits ein eigenes Lied einstudiert, macht aber ebenso ein Geheimnis aus seinem Auftrittsprogramm wie die großen Pendants. Die designierten Tollitäten werden in der kommenden Session gleichermaßen vom TSV Rhein-Wupper als Garde begleitet.

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