1. NRW
  2. Städte
  3. Leichlingen

Leichlinger Politik zuversichtlich: Es könnte noch Kaufsonntage geben

Leichlinger Rat muss Satzung ändern : Politik positiv: Es könnte noch Kaufsonntag geben

Verkaufsoffene Sonntag müssen an eine Veranstaltung gekoppelt werden, die auch alleine viele Leute anlockt. Corona hat etliche Traditionsveranstaltungen in der Blütenstadt ausfallen lassen. Samt der angegliederten Kaufsonntage. Jetzt sind Lösungen in Sicht.

In der Blütenstadt fielen in der jüngeren Vergangenheit viele Veranstaltungen den Restriktionen ausgelöst durch den Covid19-Erreger zum Opfer. Nun können ein paar Veranstaltungen  – wie zum Beispiel die Trödeltage im Alten Stadtpark – unter Auflagen nachgeholt werden. Im Zuge dessen wollen Stadt und Politik auch den Händlern in der Blütenstadt unter die Arme reifen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung stimmte am Montag für einen verkaufsoffenen Sonntag im Oktober.

Er soll dem Einzelhandel nach den Einschränkungen durch Corona ein Stück weit auf die Beine helfen, wie die Ausschussmitglieder anmerkten. Insgesamt sind drei der Sonntage in diesem Jahr ausgefallen, weil Anlassveranstaltungen wie  Frühlingsfest, Winzerfest und Erntedankfest coronabedingt abgesagt werden mussten. Der Rat muss für weitere „Bummelsonntage“ die entsprechende Satzung ändern. So sollen die Läden gekoppelt an die Trödeltage Anfang Oktober sonntags öffnen dürfen, konkret am 11. Oktober. Für den Tag hat der Wirtschaftsförderungsverein den Kaufsonntag beantragt. Die Trödeltage seien über Leichlingens Stadtgrenzen hinaus bekannt, zögen pro Tag an die 5000 Besucher in den Alten Stadtpark, heißt es im Beratungspapier für die Politik. Außerdem beantragt wurden Kaufsonntage für das Bratapfelfest Ende November und den Weihnachtsmarkt „Sternenzauber“ in Witzhelden im Dezember.

  • Menschen tanzen in einem Club.
    NRW-Gastronomen verärgert : „Wir sind Opfer einer verfehlten Corona-Politik“
  • Marcel Oelbracht vor rund einem Monat
    Düsseldorfer Gastronomen zu Einschränkungen : „Der Politik sind wir Clubbetreiber egal“
  • Polizeibeamte kontrollieren in einer Nürnberger U-Bahn
    Polizeigewerkschaft befürchtet Zunahme von Aggressivität : „Kampf gegen Corona-Sünder wichtiger als Falschparker“

Ausschussvorsitzender Dominik Laufs: „Es besteht das Risiko, dass die Gewerkschaft klagt“, mahnte er in Bezug auf die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi an, die den Kaufsonntagen mehr als kritisch gegenübersteht. Die Anwesenden ließ das weitestgehend kalt. Anja Richter, die in der Blütenstadt unter anderem für die Anmeldungen von Veranstaltungen zuständig ist, fragte sich, was das für eine Gewerkschaft sei, die offenbar nicht die Interessen ihrer Klienten verfolge. Stefan Clemen vom Wirtschaftsförderungsverein betonte: „Wenn sie klagen wollen, sollen sie klagen.“

Uneinigkeit gab es bei der SPD. Während Wolfgang Legrand vehement verkündete, er sei Gewerkschaftsmitglied und gegen den verkaufsoffenen Sonntag, widersprach ihm Fraktionschef Matthias Ebecke. Die Beratungsvolage wurde mit 13 Stimmen zu einer angenommen. Die Entscheidung trifft der Rat am 3. September.