Leichlinger Politik fordert Klimaschutz ein Halle Balker Aue ökologisch bauen

Leichlingen · Ratspolitiker von den grünen, der CDU und der BWL wollen klimaschonedes Erstellen des neuen Gebäudes festschreiben. Stadt informiert im Rat zudem über das Thema Böllerverbot an Silvester.

 Der Stadtrat, der in der Pandemie in die Aula Am Hammer umgezogen ist (das Foto stammt von der ersten Sitzung dort), diskutierte ausführlich über den Neubau in der Balker Aue.

Der Stadtrat, der in der Pandemie in die Aula Am Hammer umgezogen ist (das Foto stammt von der ersten Sitzung dort), diskutierte ausführlich über den Neubau in der Balker Aue.

Foto: Miserius, Uwe (umi)

Ein „Weiter wie bisher“ soll es beim Neubau städtischer Gebäude in Leichlingen nicht mehr geben. Das wurde am Donnerstag im Rat klar, als die Planungen für die neue Sporthalle in der Balker Aue vorgestellt wurde: Insbesondere die Grünen drängten darauf, dass bereits in der Projektausschreibung Klimaneutralität, die Nutzung erneuerbarer Energien und die Verwendung ökologischer Baumaterialien festgeschrieben werden. Auch CDU und BWL sprachen sich dafür aus, die Politik von Anfang an in den Entscheidungsprozess der Vergabe einzubeziehen, um klimaschonendes und ökologisches Bauen in der Balker Aue sicherzustellen.

Dadurch wird sich das Projekt allerdings um einige Wochen verzögern: Nachdem die städtische Gebäudewirtschaft in den vergangenen Wochen die funktionale Leistungsbeschreibung und Vergabeunterlagen erstellt hatte, sollte Anfang Januar die Vergabebekanntmachung versendet werden. Am Donnerstagabend entschieden die Politiker, dass die Unterlagen aber zunächst im Ausschuss für Klimaneutralität, Umwelt und Zukunftsfragen am 9. Februar beraten werden. Dieser Zwischenschritt über die Politik war bei früheren städtischen Bauvorhaben nicht üblich. „Wir müssen mit der Klimaneutralität jetzt anfangen“, forderte Grünen-Ratsherr Roland Ohm. Da Wolfgang Kalski, Leiter der Gebäudewirtschaft, zuvor berichtet hatte, dass beim Neubau der Sporthalle möglicherweise einige Bäume weichen müssen, plädierten die Politiker zudem dafür, bei den Planungen bevorzugt Lösungen zu finden, die das Grün erhalten.

Friedhof Kellerhansberg Bürgermeister Frank Steffes gab bekannt, dass der Friedhof ab sofort teilweise gesperrt wird: Bei aktuellen Baumpflegearbeiten sind den Fachleuten etwa 180 Gefahrenbäume aus dem umliegenden Waldgebiet jenseits der Friedhofseinzäunung aufgefallen, die nicht verkehrssicher sind. In den gesperrten Gebieten besteht für Friedhofsbesucher Gefahr durch abgestorbene Äste in den Baumkronen. Etliche Bäume sind so geschwächt, dass sie gefällt werden müssen. Ab 4. Januar wird mit den Baumpflegearbeiten begonnen, sie dauern etwa eine Woche.

Silvester Zum Jahreswechsel wird es in Leichlingen ein Versammlungs- bzw. Böllerverbot an folgenden Plätzen geben: Turmweg in Witzhelden, Wiese unterhalb des Kinder- und Jugenddorfes St. Heribert, Kinder- und Jugendzentrum in der Balker Aue, Eicherhofpark, Landwehrstraße in Höhe Staderhof, Bergerhof entlang des Bechlenberges.

Die weiterführenden Schulen sehen offenbar derzeit keine Notwendigkeit, die morgendlichen Unterrichtsanfangszeiten wegen Corona zu staffeln, damit die Schulbusse leerer werden. Die CDU hatte eine entsprechende Anfrage an die Verwaltung gestellt. Die Entscheidung liegt bei den Schulen selbst und nicht beim Schulträger. Die Stadtverwaltung hat in diesem Zusammenhang bei der Bezirksregierung die Fortsetzung der Landesförderung für zusätzliche Schulbussen bis Ostern beantragt. Zwischen Herbstferien und Weihnachten waren bereits fünf Busse mehr im Einsatz.