Leichlingen Leichlinger mögen das Image der gemütlichen Blütenstadt

Leichlingen · Gut drei Wochen ist es her, da hatten die Leichlinger bei der Zukunftskonferenz der Stadt die Chance, ihre Ideen und Wünsche für die Kommune in ein künftiges Leitbild und integriertes Handlungskonzept einzubringen. Gestern präsentierte die Stadtverwaltung den aktuellen Sachstand. Resultat: nicht überraschend.

"Die Ergebnisse waren voraussehbar", verkündete Bürgermeister Frank Steffes. Es habe eine ganze Menge Bestätigung für Dinge gegeben, die man ohnehin geahnt habe. Zugleich sei das aber auch eine politische Absicherung für den Rat, wenn er später über weitergehende Maßnahmen zu beschließen habe.

Aus der Zukunftskonferenz sollen nun das gesamtstädtische Leitbild und ein integriertes Handlungskonzept für die Innenstadt abgeleitet werden. Am Ende ergibt sich daraus ein Katalog verschiedener Maßnahmen, für die die Stadt Fördermittel beim Land beantragen kann. Ganz weit oben auf der Prioritätenliste der Bürger steht der Wunsch, das Leichlingen sein bestehendes Image behalten soll: Blütenstadt, gemütlich (ausdrücklich positiv besetzt), grün, überschaubar. Die Kombination aus rheinischem Flair und bergischem Charme als Stärke der Stadt gilt vielen als erhaltenswert.

Im Fokus steht außerdem eine höhere Aufenthaltsqualität. Will heißen, dass die Wupper attraktiver gestaltet und zugänglicher gemacht und die Stadt insgesamt sauberer werden soll. "Wupper, Grün und Natur sind starke Themen, die auf der Konferenz immer wieder aufgetaucht sind", sagte Fachbereichsleiterin Andrea Murauer.

Eine wichtige Rolle spielen zugleich die Lebensmittel-Nahversorgung in der Innenstadt und die Stärkung des Einzelhandels- und Gastronomieangebotes. Ein Leichlinger Dauerbrenner kommt ebenfalls wieder auf die Tagesordnung: die Harmonisierung der Ladenöffnungszeiten. Außerdem wünschen sich die Leichlinger eine bessere Anbindung auf den öffentlichen Personennahverkehr, zugleich aber auch eine Förderung der E-Mobilität.

An der noch bis Sonntag laufenden Online-Befragung auf der städtischen Internetseite haben bislang rund 800 Leichlinger teilgenommen. Dort zeichnet sich schon jetzt ab, dass viele besonderen Handlungsbedarf auf dem Gelände des ehemaligen Kaufparks und der Aral-Tankstelle sehen.

Nach der Auswertung der Zukunftskonferenz steht am 12. Juni als nächstes ein Projektgruppentreffen an. Darin sind Politiker, Verwaltungsmitarbeiter und sogenannte "Experten des Alltags" vertreten - ausgewählte Leichlinger Bürger, mit denen die Ergebnisse von Konferenz und Befragung reflektiert werden sollen. Erst danach - voraussichtlich ab Sommer - werden auch die politischen Gremien über das neue Leitbild beraten.

(inbo)