Leichlinger Katholiken bekommen  Verwaltungsleiter

Ralf Althoetmar : Katholiken bekommen Verwaltungsleiter

Die Katholische Kirche stellt sich neu auf. Ralf Althoetmar ist für Leichlingen, Wermelskirchen und Burscheid zuständig.

Ralf Althoetmar stellt die Katholischen Kirchengemeinden von Wermelskirchen, Burscheid und Leichlingen neu auf. Seitdem er seine Stelle in der Katholischen Pfarrgemeinde St. Michael und Apollinaris in Wermelskirchen angetreten hat, geht es für den 48-Jährigen Schlag auf Schlag: Seit dem 1. September ist er als Verwaltungsleiter auch für die Katholiken in Burscheid zuständig, ab dem 1. Januar 2020 obendrein für die in Leichlingen.

Mit den Verwaltungsleitern schafft die Katholische Kirche in den Gemeinden eine neue Position. Ralf Althoetmar ist zuständig für alle Abläufe der Verwaltung und deren Organisation, ist der Vorgesetzte des gesamten nicht-liturgischen Personals, von den Reinigungskräften über die Mitarbeiter des Pfarrbüros bis hin zu den Erziehern in den von der Katholischen Kirche getragenen Kindertagesstätten. „Ich bin ausgesprochen aufgeschlossen aufgenommen worden“, sagt Ralf Althoetmar. „Sicherlich hat diese neu eingerichtete Position in der Gemeinde bei manchen erst einmal für Verunsicherung gesorgt – aber da will ja keiner alles auf links drehen.“

Als Dreh- und Angelpunkt sei das Pfarrbüro wesentlich. „Dazu sind viele Gespräche nötig, um die offiziellen und die inoffiziellen Strukturen in den Gemeinden kennenzulernen.“ Ralf Althoetmar will regelmäßig an allen Standorten sein: „So stehe ich verlässlich als Ansprechpartner vor Ort in Wermelskirchen, Burscheid und Leichlingen zur Verfügung.“

Das Pfarrbüro in Leichlingen wird eigenständiger als die anderen arbeiten. Hintergrund: Für die vorhandenen Seelsorger würden die Zuständigkeitsbereiche immer größer, sagt Althoetmar. Das sei eine Folge des Priestermangels. Damit sich die studierten Theologen in ihren größer werdenden Seelsorgebereichen auf ihre originäre Aufgaben konzentrieren können, gibt es die Verwaltungsleiter.

„Meine Arbeit kann ich nicht ohne das Engagement der Menschen in den Gemeinden machen“, betont Althoetmar: „Die Einführung meiner Person geht nur nach und nach.“ Schließlich müssten viele Dinge gemanagt werden, etwa die neue Umsatzsteuerregelung ab 2021 oder die derzeitige Überarbeitung des Kinderbildungsgesetzes (Kibiz).

Das Erzbistum Köln hat eine eigene Abteilung für die Verwaltungsleiter eingerichtet, die einen einjährigen Qualifizierungsgang absolvieren – der von Althoetmar endet im November 2020. „Die neuen Strukturen schaffen wir behutsam, das ist erklärtes Ziel. Wir haben eine Fürsorgepflicht und stempeln nicht nur Urlaubsanträge, Krank- oder Überstundenmeldungen“, betont Althoetmar. Zudem gelte es, die ehrenamtlich Aktiven, die unter anderem in den entscheidenden Kirchenvorständen sitzen, mit einzubeziehen.