Leichlingen.: Leichlinger bekommen jetzt wieder "königlichen" Besuch

Leichlingen.: Leichlinger bekommen jetzt wieder "königlichen" Besuch

Als Heilige Drei Könige verkleidet ziehen die Sternsinger bei der weltweit größten Aktion von Kindern für Kinder in den kommenden Tagen wieder von Haus zu Haus. Sie segnen die Gebäude und bitten zugleich um Spenden. In allen 27 deutschen Bistümern werden rund 300.000 Mädchen und Jungen für die seit 1959 existierendeMaßnahme unterwegs sein. Fast 80 Kinder zwischen vier und 18 Jahren sind in Leichlingen im Einsatz, um Spenden unter dem Motto "Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit - in Indien und weltweit" zu sammeln.

Am Donnerstag - dem Tag der unschuldigen Kinder - stand ein Gottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Johannes Baptist am Anfang der Aussendung. Pfarrer Michael Eichinger und Diakon Armin Dorfmüller zelebrierten die Messfeier. Nachdem das Lied "Stern über Bethlehem" erklungen war, sagte Dorfmüller: "Um euch und eure Sache soll es heute und hier besonders gehen." Leider gebe es auch in der heutigen Zeit überall auf der Welt immer noch viele Kinder, die in Armut und Kälte leben müssten. Mit ihrem Beitrag könnten die Sternsinger dazu beitragen, deren Not ein wenig zu lindern.

Ziemlich bald nach der Messe mit Segnung der Sterne zogen die ersten Kinder bereits los. Gemeinsam haben sie ihre Verse aufgesagt, Lieder gesungen und die Zeichen 20*C+M+B*18 mit Kreide an die Haustüren geschrieben, die für den lateinischen Satz "Christus Mansionem Benedicat" - "Christus segne dieses Haus" stehen. Die Mäntel, die sie trugen, waren zum Teil von Müttern genäht, die Stoffe von Spendengeldern neu gekauft worden. Unter den vier Kommunionkindern mimte Katja den Kaspar, Patricia war als Balthasar gekleidet, Caitlin trug das Gewand von Melchior, während Niklas den Stern trug. Alle waren sie sich darin einig, dass sie mit ihrem Beitrag anderen Kindern helfen können. Aber vor allem, "weil es Freude bereitet", haben sie sich entschieden, in diesem Jahr als Sternsinger dabei zu sein.

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Auch zahlreiche Erwachsene zwischen 40 und 60 Jahren konnte Organisatorin Tanja Goedejohann für eine aktive Teilnahme gewinnen. Hildegard Bender beispielsweise. "Es gibt nicht genug Kinder, um alle Gebiete besuchen zu können", erläuterte sie. "Aber die Bürger warten darauf, dass wir kommen, um die Häuser zu segnen." Noch bis 7. Januar können sich große und kleine Sternsinger die Zeit frei einteilen. Im Vorjahr wurden Spenden von rund 20.000 Euro eingenommen.

(RP)