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Leichlingen: „Wohnungsnot RheinBerg“ verteilt 200 Hilfspakete

8500 Euro Landesförderung in Corona-Zeiten : „Wohnungsnot RheinBerg“ verteilt 200 Hilfspakete

Corona trifft alle. Auch die Not der Armen und der Obdachlosen dürfe nicht vergessen werden, mahnt Judith Becker, die seit mehr als 25 Jahren in der Betreuung der Wohnungslosen im Rheinisch-Bergischen Kreis tätig ist.

Corona trifft alle. Materiell oder ideell, mehr oder weniger ist jeder von der Pandemie betroffen. Mit zahlreichen Überbrückungshilfen versuchen die Europäische Union, der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen, die ersten Auswirkungen der Krise abzumildern.

Dabei dürfe auch die Not der Armen und der Obdachlosen nicht vergessen werden, mahnt Judith Becker, die seit mehr als 25 Jahren in der Betreuung der Wohnungslosen im Rheinisch-Bergischen Kreis tätig ist. „Das für die meisten von uns unvorstellbare Leben von wohnungslosen Menschen wird durch die Corona-Krise nochmals erschwert. Wer kein Zuhause hat, kann auch keine Vorräte anlegen, sondern muss von Tag zu Tag neu für die existenziellen Grundbedürfnisse sorgen.“

Da im Rheinisch-Bergischen Kreis etliche Angebote aus Infektionsschutzgründen geschlossen oder den Betrieb eingeschränkt haben, würden Versorgungsangebote und Anlaufpunkte fehlen. „Und weil weniger Menschen als üblich in die Innenstädte kommen, fallen auch weniger Spenden für die Menschen auf der Straße an“, schildert Becker die aktuell besondere Lage.

Da kam die finanzielle Unterstützung von 8500 Euro von der Landesregierung für das „Netzwerk Wohnungsnot RheinBerg“ von Caritas und Diakonie sehr gelegen. Aus dem Notfallpaket von Minister Karl-Josef Laumann wurden jetzt landesweit 500.000 Euro als Soforthilfe für die freien Träger der Wohnungslosenhilfe zur Verfügung gestellt.  Die freien Träger der Wohnungslosenhilfe können damit Menschen, die auf der Straße leben, mit dem Lebensnotwendigsten versorgen.

„Wir waren total froh über das Geld. Wir hätten die finanziellen Mittel derzeit nicht gehabt“, fügt Becker an, die nicht lange überlegte und das Geld sofort in „Care Pakete“ investierte. Rund 200 Tüten wurden für Bedürftige kreisweit gepackt — darin waren haltbare Lebensmittel, Saft und diverse Hygieneartikel.

„Ich bin froh, dass wir im Landesparlament auch in Zeiten der größten Krise den Blick für die Ärmsten in der Gesellschaft nicht verloren haben. Auch das ist ein wichtiges Zeichen dafür, dass wir den Zusammenhalt in der Gesellschaft nicht verlieren,“ erklärt der rheinisch-bergische Landtagsabgeordnete Rainer Deppe.

Insgesamt wurden 74 Einrichtungen von freien Trägern in 52 Städten in Nordrhein-Westfalen unterstützt.