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Leichlingen: Stadtbibliothek sucht Paten für rund 140 Bücher

„Bücher und Plätzchen“ in Leichlingen : Stadtbibliothek sucht Paten für rund 140 Bücher

Seit 2006 läuft die Aktion während der Adventszeit. Die Werke, die in der Bücherei Gilljohann stehen, haben diesmal einen Gesamtwert von rund 2000 Euro.

Eine ganze Reihe „Tiptoi“-Bücher, mehrere Folgen der „Fußball-Haie“ und von „Land of Stories“, aber auch Werke von Andreas Gruber und Tami Fischer gehören zu den rund 140 Büchern, die die Stadtbücherei in ihren Bestand aufnehmen möchte und dafür in der Vorweihnachtszeit Paten sucht. Denn das Budget der Bibliothek reicht nicht, um diese Bücher, die besonders beliebt und daher schneller verschlissen sind, zu kaufen, erklärt Bücherei-Leiterin Ingrid Pohl. Statt dessen stehen die Werke mit einem Gesamtwert von rund 2000 Euro nun in einem Regal der Bücherei Gilljohann im Brückerfeld und warten darauf, entdeckt zu werden.

„Bücher und Plätzchen“ heißt die Advent-Aktion, die sich seit 2006 bewährt hat. „Sogar Kinder spenden gerne“, berichtet Geschäftsinhaberin Lisa Gilljohann. „Sie suchen sich ein Buch aus, das sie mit ihrem Taschengeld bezahlen, und können es sich später in der Stadtbücherei als Erstleser ausleihen.“ Jeder Spender erhält außerdem einen Plätzchengutschein, den er im Café Büchel einlösen kann.

Auf Wunsch stellt der Förderverein der Stadtbücherei eine Spendenquittung aus und vermerkt den Spender namentlich im Buch. „Etwa die Hälfte der Leute nutzt diese Option“, berichtet Angelika Legrand vom Förderverein.

Die Schirmherrschaft haben dieses Jahr Christine Schwung und Inka Stirl vom Ökumenischen Hospizdienst Leichlingen übernommen. „Bücher sind in unserer Arbeit sehr wichtig“, erklärt Schwung. „Wir werden sehr oft nach Literatur zu Tod und Trauer gefragt. Auch Kinder kann man über Bücher an Sterbebegleitung heranführen.“

Die „Bücher und Plätzchen“-Aktion läuft bis Weihnachten. „Die ersten Käufer waren schon da“, erzählt Lisa Gilljohann. Das freut Ingrid Pohl. Trotz der Corona-bedingten Begrenzung der Besucherzahl werde die Stadtbücherei nach wie vor gut genutzt, berichtet sie. „Unsere Ausleihzahlen sind nur zehn bis 15 Prozent gesunken.“ Die zusätzlichen Bücher seien wichtig, um für die Leser attraktiv zu bleiben.