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Leichlingen: Stadt warnt vor Eichenprozessionsspinner

Gefährliche Raupen in Leichlingen : Die Stadt warnt vorm Eichenprozessionsspinner

Die Brennhaare können allergische Reaktionen hervorrufen. Wer Gespinste an Eichen entdeckt, sollte sie weitläufig umgehen und auf keinen Fall versuchen, die Nester selbst zu beseitigen, rät die Stadtverwaltung.

Der wärme- und trockenheitsliebende Eichenprozessionsspinner ist seit einigen Jahren auf dem Vormarsch, auch in Leichlingen. Seine Nester, die an dichte Spinnweben erinnern, können aktuell insbesondere an Deutschen Eichen gefunden werden, teilt die Stadtverwaltung mit. „Einzelbäume und Bäume an Waldrändern werden bevorzugt befallen.“

Die Jungraupen schlüpfen laut Stadt Anfang Mai und durchlaufen fünf bis sechs Entwicklungsstadien zur Verpuppung. Ab dem dritten Larvenstadium seien die Raupen für den Menschen gefährlich, denn ihre mikroskopisch kleinen Brennhaare könnten bei Berührung und durch Einatmen allergische Reaktionen hervorrufen.

„Um das zu verhindern, geht die Stadtverwaltung bereits jetzt gegen den Eichenprozessionsspinner vor“, berichtet Stadtsprecherin Rebecca Hermann. In einem Kataster sei festgehalten, an welchen öffentlichen Gebäuden, Plätzen oder stark frequentierten Wegen in Leichlingen Eichen aller Art stehen. Dort kontrolliere der städtische Bauhof die potenziellen Nestplätze regelmäßig.

„Wird ein Nest gefunden, wird der Gefahrenbereich großzügig abgesperrt. Der Bauhof beauftragt dann ein zertifiziertes Fachunternehmen unverzüglich mit der Beseitigung der Raupen und deren Nestbauten.“ Vorkommen in Wäldern außerhalb des belebten Stadtgebietes müssten nicht beseitigt werden. Die Nester seien als eine „für den Wald typische Gefahr“ zu betrachten.

Wer Gespinste entdecke, sollte den Fundort weitläufig umgehen und auf keinen Fall versuchen, die Nester selbst zu beseitigen. „Jegliche Berührung ist zu vermeiden. Vor allem Kinder und Hunde sollten ferngehalten werden“, sagt Hermann.

Nester auf öffentlichen Plätzen in Leichlingen können dem Städtischen Bauhof unter bauhof@leichlingen.de oder Telefon 02175 800212 gemeldet werden. „Idealerweise mit genauer Ortsangabe und Nestanzahl sowie gegebenenfalls einem Foto des Baums, damit der Befall schnell gefunden werden kann.“

Ihren Namen hätten die Raupen erhalten, weil sie sich nachts zum Fressen in einer langen Marschreihe in die Baumkrone bewegen, wie bei einer Prozession.

(sug)