Leichlingen: Sozialkaufhaus Globolus verteilt seinen Überschuss.

Sozialkaufhaus : Globolus verteilt seinen Überschuss

Im März 2020 will das Sozialkaufhaus nach Umbauarbeiten in den Anbau am Alten Rathaus umziehen.

Auf ein gutes Jahr 2019 blickt das Sozialkaufhaus Globolus zurück, aufregende Wochen und Monate stehen im kommenden Jahr bevor: Finanzieller Überschuss und neue Website schlagen in diesem Jahr positiv zu Buche, 2020 will der Umzug in den Anbau des Alten Rathauses bewältigt werden. „Wir haben einen Überschuss von rund 60.000 Euro erwirtschaftet“, berichtet Michael Altmeyer-Lange, Chef der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Leichlingen, die das Globolus betreibt. Das Geld wird unter anderem an örtliche Organisationen verteilt, die dazu einen zweckgebundenen Antrag stellen müssen.

So bekommt beispielsweise der Förderverein der Grundschule Büscherhof Geld, um ein Computerprogramm für Kinder anschaffen zu können. Die Tafel erhält Zuwendungen, aber auch die ehrenamtlichen Tierretter bei der Dogman Tierhilfe, der Leichlinger Quartierstreff und das inklusive Theater „mittendrin“ werden finanziell unterstützt.

Ein Teil der Einnahmen fließt zudem in die Rücklagen für den anstehenden Umzug des Kaufhauses. „Der Anbau am Alten Rathaus ist jetzt leer. Wir müssen Wände rausnehmen, um den Verkaufsraum zu vergrößern“, beschreibt Altmeyer-Lange den Zustand der Räume, in die das Team der Ehrenamtler das Kaufhaus im besten Fall Anfang März 2020 umziehen wird. Der Vertrag sei zwar noch nicht unterschrieben, dennoch ist er optimistisch, dass es Anfang des Jahres den Schlüssel gibt.

In dem Anbau am Alten Rathaus will das Sozialkaufhaus ab März seine Erfolgsgeschichte fortschreiben. Foto: Miserius, Uwe (umi)

Am Alten Rathaus möchte die Awo die Erfolgsgeschichte fortschreiben: Seit Januar betreibt sie das Globolus, seither ist der Umsatz von 900 auf 1500 bis 1800 Euro pro Verkaufstag gestiegen. Das führt Altmeyer-Lange auch darauf zurück, dass nun drei Helfer im Team sind, die aus dem Einzelhandel kommen. Sie bringen ihr Fachwissen ein, haben das Geschäft umstrukturiert, die Verkaufsfläche attraktiver gemacht. „Es ist jetzt ein richtiges Kaufhaus statt ein Lager“, sagt Michael Altmeyer-Lange, der Flohmarkt-Charakter sei weg.

Damit sind auch die Kundenzahlen weiter gestiegen. An einem normalen Mittwoch kommen rund 150 Kunden in die Neukirchener Straße, am Samstag etwa 100. Darunter sind sowohl Menschen mit Leichlingen-Pass und Migranten als auch „Durchschnittsbürger“, die oftmals nicht nur dort einkaufen, sondern auch selber Dinge spenden.

Trotz des Erfolgs sieht der Awo-Chef das Angebot auch kritisch: „In unserer Gesellschaft läuft etwas schief. Ich bin entsetzt, dass es Einrichtungen wie Globolus, Tafeln oder Kleiderkammern geben muss, damit Menschen über die Runden kommen“, betont Michael Altmeyer-Lange.