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Leichlingen: Runder Tisch für Alte Post in Witzhelden kommt

Stadtplanung in Leichlingen : Runder Tisch für Alte Post in Witzhelden kommt

Der Rat befasst sich mit den Plänen fürs neue Hallenbad und der Zukunft eines Traditionsgebäudes.

Der Neubau des Hallenbades nimmt konkrete Züge an. Im Rat haben am Donnerstag der Generalplaner POS4 Architekten und das Bauunternehmen Pellikaan die Entwurfsplanungen vorgestellt. Ende kommenden Jahres bis Anfang 2023 soll das Hallenbad fertig sein.

Besonderer Wert wird dabei auf Nachhaltigkeit gelegt: Das Blütenbad soll das erste neu errichtete Hallenbad in Deutschland werden, das mit dem Gütesiegel „Nachhaltiger Schwimmbadneubau“ ausgezeichnet wird. Das Gebäude rückt demnach näher an das ebenfalls noch umzubauende Freibad heran. Laut Planern soll es einen hellen Baukörper mit viel Glas bekommen, einen Windfang und eine Sitztreppe im Eingangsbereich und freien Blick vom Foyer auf die sechs Schwimmbahnen.

Neben dem Hauptschwimmbecken entsteht ein Kurs- und Lehrschwimmbecken mit Hubboden, das benachbarte Kinderbecken ist mit zwei Wasserhöhen als Wasserspielpark konzipiert. Saunaanlage, Dampfbad und Außenterrasse sowie im Obergeschoss Verwaltungsbüros, Personalbereich und Besprechungsraum runden das Bild ab. Wenn auch das Freibad neu gebaut ist, wird es eine direkte Verbindung zwischen beiden Schwimmbereichen geben. Die Stadt investiert 12,8 Millionen Euro in das neue Hallenbad.

Außerdem ging es im Rat um diese Themen: In diesem Jahr soll es verkaufsoffene Sonntage zum Frühlingsfest am 16. Mai, zur Kunst- und Klangmeile am 20. Juni, zum Winzerfest mit Trödelmarkt am 29. August und zum Bratapfelfest am 28. November geben. Für Witzhelden hatte der Wirtschaftsförderungsverein Sonntagsöffnungen am 2. Oktober (Erntedankfest) und zum Weihnachtsmarkt „Sternenzauber“ am 12. Dezember beantragt. Die Gewerkschaft Verdi spricht sich zwar gegen die Sonntagsöffnungen aus, die Argumente bewertet die Verwaltung allerdings als „unbegründet“.

Die Einladungen zum geplanten Arbeitskreis, der ein Konzept zu einem möglichen Erwerb und der Nutzung der Gaststätte „Alte Post“ in Witzhelden als Bürgerbegegnungsstätte erarbeiten soll, werden kurzfristig verschickt. Die BWL appellierte dabei daran, „den runden Tisch ergebnisoffen anzugehen“. Die Verwaltung war zuvor zu dem Ergebnis gekommen, dass die Alte Post in zentraler Lage zwar städtebaulich prägend und architektonisch wertvoll sei, die schlechte Andienung, die Größe, der kleinteilige Grundriss sowie die hohen Umbau- und Sanierungskosten aber gegen das Objekt als Bürgerbegegnungsstätte sprächen.

Geleitet wurde die Ratssitzung diesmal vom stellvertretenden Bürgermeister Maurice Winter. Frank Steffes nahm mit den Bürgermeistern der anderen sieben Kommunen an der Kreisausschusssitzung des Rheinisch-Bergischen Kreises teil, in dem für den bevorstehenden Kreistag die deutliche Erhöhung der Kreisumlage vorberaten wurde. Im Anschluss an die Sitzung zeigte sich der Leichlinger Bürgermeister optimistisch: „Ich denke, es wird einstimmig gegen die Kreisumlagenerhöhung gehen. Die Erhöhung ist für 2021 und 2022 vom Tisch.“