Neuer Funkmast : Ein Nachfolger für den „Äu“

Bis der 40 Meter hohe Funkmast steht, wird eine fahrbare Variante aufgestellt.

Der „Äu“ bekommt einen Nachfolger: Die Stadt hat der Deutsche Funkturm GmbH (Telekom-Gruppe) die Baugenehmigung erteilt, ein Ersatzbauwerk für das 2017 abgerissene Witzheldener Wahrzeichen zu errichten. In die Entscheidung einbezogen wurden sowohl die Untere Umwelt- und Naturschutzbehörde als auch die Landschaftsbehörde. Darüber informierte Bürgermeister Frank Steffes im Haupt- und Finanzausschuss.

40 Meter hoch soll der Nachfolger werden, damit nicht annähernd so mächtig wie der markante rot-weiße Äu, dessen Stahlrohrmast zuletzt stolze 202,5 Meter in der Höhe maß und weithin sichtbar den Standort Witzhelden markierte. Wann und wie der Neue errichtet wird, steht noch nicht im Detail fest. Deshalb hat die Dt. Funkturm GmbH zunächst einen fahrbaren Funkmast auf dem Gelände aufgestellt. Das frühere Höhendorf-Wahrzeichen war zwischen 1961 und 2005 für die Ausstrahlung verschiedener TV-Programme zuständig. Bereits 2006 wurden die analogen Antennen abmontiert, bis zum Abriss 2017 hatte der Äu keine Funktion mehr. Die künftigen Funkmasten werden nicht mehr für die Übertragung von TV-Sendern genutzt, sondern „um den Funkdienst zu gewährleisten“, wie die Stadt informierte. Profitieren sollen vor allem Nutzer, die auf ihren Handys im Internet surfen. Da sowohl Übertragungsqualität als auch -ge­schwindigkeit an einigen Stellen zwischen Witzhelden und Leichlingen zurzeit eher dürftig ist, dürfte das viele „User“ freuen. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein Witzhelden (VVV) sucht derweil weiter nach einem Grundstück, auf dem er sein altes „Schätzchen“ aufstellen kann: Der VVV hatte sich beim Abriss des alten Turms den Original-Eingang samt Tür – ein sieben Meter hohes Stück – gesichert. Ein Denkmal für das Wahrzeichen soll es werden, allein: Bislang scheitert es daran, dass sich niemand findet, der kostenlos eine mindestens 14 mal 14 Meter große Fläche zur Verfügung stellt. „In der Nähe der Leichlinger Straße wäre es optimal, da könnte es jeder sehen“, sagt VVV-Vorsitzender Ulrich Braun. Interessenten können sich jederzeit melden.

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