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Leichlingen: Neue Pflegeschule an der Alten Glashütte

Seniorenwohnen in Leichlingen : Neue Pflegeschule an der Alten Glashütte

Der Vertrag mit der Gewerbepark-Firma ist unterschrieben. Ende 2021 könnte die Akademie von der Hasensprungmühle umziehen. Der Umzug könnte schon im Herbst 2021 über die Bühne gehen.

Die Senioren-Pflege und -Betreuung richtet sich mit innovativen Konzepten und Einrichtungen in Leichlingen modern aus: Die Pflegeakademie, viele Jahre auf dem Areal des Seniorenzentrums Hasensprungmühle beheimatet, soll eine ganz neue Schule im Gewerbepark Alte Glashütte im Westen der Stadt bekommen. „Wir haben einen Mietvertrag mit dem Gewerbepark Alte Glashütte unterschrieben“, bestätigt Martin Sartorius, Geschäftsführer der Rheinischen Gesellschaft für Diakonie, Träger des Seniorenzentrums Hasensprungmühle und der Pflegeakademie.

Das ganze Bauvorhaben steht unter dem Vorbehalt, dass der dafür notwendige Bebauungsplan auf dem ehemaligen Monteferro-Gelände genehmigt wird. „In der kommenden Woche soll über die erste Offenlage für den Bebauungsplan entschieden werden“, erläutert Rainer Sindhoff, Geschäftsführer der zuständigen Firma Z+K Immobilien. Geht alles klar, entsteht nur zehn Minuten zu Fuß vom Bahnhof entfernt ein zweigeschossiges Schulgebäude, dessen Klassenräume auch mit Mitteln aus dem staatlichen Digitalpakt komplett digital ausgestattet werden sollen.

„Das ist ein klares ,Ja’ zur generalistischen Ausbildung in der Pflege“, betont Sartorius, dass in Leichlingen künftig Schüler für alle Pflegebereiche lernen werden.

Das alte Gebäude an der Hasensprungmühle, das in früheren Zeiten das „Fachseminar für Altenpflege“ und heute die Pflegeakademie beherbergt, ist in die Jahre gekommen, hat einen nassen Keller und soll abgerissen werden. Damit wird Platz für Neues: „Was dort genau entsteht, müssen wir jetzt entwickeln“, sagt Sartorius. Sein Wunsch: barrierefreies Wohnen für Senioren in rund 20 Wohnungen zwischen 45 und 60 Quadratmetern. Pflegeplätze sind bislang nicht vorgesehen.

Ein innovatives Betreuungskonzept soll auch im künftigen „Haus Wupperbogen“ realisiert werden: An der Neukirchener Straße 56 möchte das Architekturbüro Pässler, Sundermann und Partner mit der Rheinischen Gesellschaft für Diakonie Raum für die Senioren-Tagespflege, betreutes Wohnen und eine selbstverantwortete Senioren-Wohngemeinschaft schaffen.

Letztere folgt in ihrer Konzeption dem „Kölner Modell“: Die Senioren gründen eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die die Wohnung mietet, Verträge mit Dienstleistern abschließt und gegebenenfalls eigenes Personal anstellt. Ein Beistand, hier die Firma Kölner Wohnkonzepte Schneider, unterstützt die alten Menschen durch Moderation, Beratung und Verwaltung. Sie können (müssen aber nicht) die Leistungen der Rheinischen Gesellschaft, die die Senioren-Tagespflege und das betreute Wohnen im gleichen Haus übernehmen wird, in Anspruch nehmen.

„Wir verstehen das als Ergänzung zur stationären Versorgung. Die Menschen und ihre Angehörigen entscheiden bewusst über ihre Lebens- und Wohnform. Diese Partizipation ist uns ganz wichtig“, betont Stanislaus Stegemann, Leiter des Seniorenzentrums Hasensprungmühle.

Gute Erfahrungen mit der ambulanten Betreuung von Senioren-Wohngemeinschaften hat die Rheinische Gesellschaft für Diakonie unter anderem bereits in Burscheid gemacht.