Leichlingen nach dem Sturm: Mehr als 40 Bäume auf eine Straße gestürzt

Leichlingen: Mehr als 40 Bäume auf eine einzige Straße gestürzt

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Sturmtief Friederike hat die Truppe von Leichlingens Feuerwehrchef Björn Heitmann gestern in vollem Umfang gefordert. Alle vier Löschzüge waren tagsüber im Einsatz, per Sirenen wurde am späteren Vormittag Stadtalarm ausgelöst. Zu diesem Zeitpunkt hatten Teile Leichlingens schon seit Stunden keinen Strom mehr.

Betroffen war das Leichlinger Stadtzentrum sowie in Witzhelden die Ortschaften Krähwinkel und Oberbüscherhof. Dort war ein Baum auf eine Freileitung gefallen und musste von der Feuerwehr beseitigt werden. Beide Ausfälle waren am Nachmittag wieder behoben, hieß es aus der Pressestelle des Netzdienstleisters in Leverkusen.

Bis 15 Uhr wurden auf Leichlinger Stadtgebiet etwa 40 Einsätze gefahren. Überwiegend lagen Bäume auf der Straße oder es mussten Dachziegel vor dem Herabstürzen gesichert werden.

Einen Unfall gab es in Leichlingen wegen des Sturms: Ein Fahrradfahrer verletzte sich, als er in der Siedlung Grünscheid unterwegs war. Er musste im Krankenhaus behandelt werden.

Vor allem Autofahrer waren von dem Tief und seinen Folgen betroffen. Der Bahnübergang Sandstraße zwischen Leichlingen und Opladen war für Autos ab mittags nicht mehr passierbar. Dort war eine Fichte direkt vor die Schrankenanlage gestürzt - auf Bahngelände und damit auch in die Zuständigkeit der Deutschen Bahn. Vor dem Leichlinger Blütenbad stürzte ebenfalls eine Fichte auf die Straße - sie hatte die Leichlinger Feuerwehr schnell zerlegt und beiseite geräumt.

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Umgestürzte Bäume - sie waren das Thema des Tages: die Kreisstraßen neun (Verbindung zwischen Bremersheide und St. Heribert) und vier (von Witzhelden Richtung Glüder) waren bis in den Abend nicht befahrbar. Der Grund: jede Menge Bäume auf der Fahrbahn. Allein auf der Strecke nach Glüder waren es um die 40.

Die Martin-Buber-Förderschule in Witzhelden-Kuhle alarmierte am Morgen die Eltern und empfahl, die Kinder noch vor dem Sturm abzuholen. Das bestätigte die Pressestelle des Rheinisch-Bergischen-Kreises auf Anfrage. Kinder, die nicht abgeholt werden konnten, wurden in der Schule bis zum Schulschluss betreut. Auch an anderen Schulen wie etwa dem Städtischen Gymnasium oder der Realschule konnten Schüler mit Einverständnis der Eltern frühzeitig den Heimweg antreten, um noch vor dem Sturm zu Hause zu sein.

Sie alle dürften am Ende des Tages die Einschätzung des Feuerwehrchefs geteilt haben: "Zum Glück ist heute nicht mehr passiert."

(RP)
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