Stadtzentrum Leichlingen Letzte Arbeiten im neuen Alten Stadtpark

Leichlingen · Nach gut einem Jahr kompletter Neugestaltung des Alten Stadtparks werden die Arbeiten in den kommenden Tagen – bis auf wenige Ausnahmen – fertig.

So sieht´s im Alten Stadtpark aus
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So sieht´s im Alten Stadtpark aus

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Foto: Ina Bodenröder

Emsiges Treiben im Alten Stadtpark: Am Montagmorgen sind die Bauarbeiter und Gärtner an allen Ecken gleichzeitig im Einsatz, um Grünzeug zu pflanzen und das Pflaster für die Wege zu verlegen. „Wir geben richtig Gas, um diese Woche fertig zu werden“, erzählt der Vorarbeiter, der mit seinen Kollegen die künftige Zufahrt zum Park am Alten Rathaus fertigstellt. Steine werden zugeschnitten und verlegt, es staubt mächtig. Nicht weit weg von ihnen setzen die Gärtner hunderte Bodendecker, die den aktuell noch kargen Boden künftig bedecken sollen. Die neuen Parkbänke stehen bereits, neben ihnen die ebenfalls neuen Mülleimer und dazwischen hellbraune Areale, auf denen bei kommenden Veranstaltungen die Aussteller ihre Zelte und Stände aufschlagen können. „Die Flächen sind wassergebunden“, verrät Tycho Kopperschmidt, Leiter der Technischen Betriebe Leichlingen. Soll heißen: Sie werden auch bei Regen nicht matschig, vertragen sich aber mit den angrenzenden Bäumen, weil sie sich an das Wurzelwerk anpassen.

Die Laternen entlang der Wege haben ihre Plätze gefunden, werden demnächst mit LED-Leuchten leuchten, sind insektenfreundlich und bleiben im Eigentum der Stadt. Damit lässt sich wohl besser in Eigenregie regeln, wann sie an oder auch mal aus sein sollen. Was ein entscheidender Vorteil gegenüber dem bisherigen Stadtpark ist: Der neue „Alte“ wird barrierefrei sein. Keine Stufen behindern mehr die Zufahrt aus Richtung Busbahnhof und bei Veranstaltungen werden keine Kabelkanäle quer über die Wege führen und Rollator-, Rollstuhl- und Kinderwagenfahrer vor Probleme stellen. „Wir haben Schächte über die Wege verlegt, in denen wir bei Veranstaltungen Rohre oder Kabel versenken können“, erläutert Kopperschmidt.

Was noch nicht fertig ist, aber in der nächsten Woche oder im Laufe des Novembers kommen soll, sind zwei Wasserzählerschränke, für die die Stadtwerke zuständig sind. Von ihnen werden bei Veranstaltungen unter anderem die Anschlüsse für die Bierzapfstellen abgehen – ein nicht unwichtiges Detail, da der Stadtpark nun mit einer Infrastruktur für Wasser und Strom versehen ist, die die Durchführung von Festen und Feiern auf dem Areal erleichtern sollen. Auch deshalb wurde am Alten Rathaus eine sogenannte „Schleppkurve“ nachgewiesen. Heißt: Damit wird die Befahrbarkeit einer Verkehrsfläche belegt, im Fall des Stadtparks beispielsweise für Sattelschlepper, die Material für Bühnen anliefern.

Für die Stromkabel hat die Stadt Leerrohre gelegt, die Elektranten stehen bereits, die EVL muss aber noch einen großen Stromkasten installieren. „Das haben wir schon im vergangenen Jahr beauftragt, aber die Kästen haben aktuell nach Auskunft des Energieversorgers drei Monate Lieferzeit“, erklärt der Technische Leiter, warum der Strom erst im November fließen kann. In den ersten Plänen zur Umgestaltung des Stadtparks laut Integriertem Handlungskonzept war zunächst ohnehin nur ein oberflächliches Facelifting vorgesehen. “Als die Maßnahme dann ans Tiefbauamt überging, war klar, dass im Zuge der Umgestaltung der Stadtparks auch eine neue unterirdische Infrastruktur entstehen sollte, um zukünftig Festivitäten effektiv stattfinden lassen zu können“, erläutert Kopperschmidt. So seien im vergangenen Jahr neben den Zapfstellen für Frischwasser und Abwassereinleitungen, Beleuchtung und festen Bereichen für Zelte auch eine Regenwasserzisterne und die Elektranten zur Stromentnahme positioniert worden.

Mittlerweile strecken sich auf dem Schotterrasen – der künftigen Veranstaltungsfläche – die ersten Grashalme zur Herbstsonne. Auch wenn die Gitter in der nächsten Woche entfernt werden und die Leichlinger die neuen Bänke im Alten Stadtpark testen können, bleibt das Rasenstück zunächst noch geschützt: Bis zum nächsten Frühjahr soll der Rasen dort gut anwachsen, bevor die Fläche betreten werden darf.

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