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Leichlingen: Kreativ- und Büroräume im Alten Rathaus

Neue Nutzung in Leichlingen : So wird das Alte Rathaus zum Kulturzentrum

Für den Betrieb des neuen soziokulturellen Zentrums an der Neukirchener Straße muss laut Planungsbüro eine eigene Vollzeitstelle eingerichtet werden.

Die Pläne für ein soziokulturelles Zentrum im Alten Rathaus nehmen Gestalt an. Hatte der beauftragte Planer, Ulrich Hermanns aus Münster, im März die generellen Anforderungen erläutert, stellte er den Leichlinger Politikern nun Konkreteres vor:

Raumkonzept Das Erdgeschoss soll demzufolge vielseitig nutzbar sein, mit Licht- und Audioausstattung sowie einem kleinen Selbstbedienungsbistro-Bereich. Ein Erzählcafé soll darin ebenso möglich sein wie kleine oder größere Gruppenveranstaltungen sowie Ausstellungen.

Multifunktional auch das Obergeschoss: Es soll für Seminare und Workshops geeignet sein, aber auch für Büros, Sprachkurse oder Sprechstunden beispielsweise von Integrationsrat und Senioren-Arbeitsgemeinschaft. Im Dachgeschoss sind Kreativräume für Musik, Yoga, Kunst, Filmstudios oder Ähnlichem vorgesehen. Der Keller dient zur Aufbewahrung.

Umsetzung Die Hochbauplanung müsse ermitteln, wie alles umzusetzen sei, darunter die Anlage der Rettungswege und die erwünschte Barrierefreiheit des Hauses, erklärte Hermanns. Denkbar seien neben Treppen ein Aufzug oder ein Treppenlift.

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Vereine Das jetzt vorgelegte Raumkonzept folgt den Wünschen der befragten Vereine und Interessengruppen. Dazu gehören der Förderverein der Stadtbücherei, der Museums- und der Bürgerbusverein, der Sauerländische Gebirgsverein, Karnevalisten, Künstlergruppen, Integrationsrat, Senioren-Arbeitsgemeinschaft und Freiwilligeninitiative. Sie alle hatten sich im Januar an einem Workshop beteiligt. Wie sie ihre Interessen unter einen Hut bringen könnten, zeigte der Münsteraner Planer an einem beispielhaften Wochenplan für das künftige Zentrum.

Öffnungszeiten Von 12 bis 17 Uhr soll es von dienstags bis samstags geöffnet sein. Abends kann es für geschlossene Veranstaltungen gebucht werden, wie Lesungen, Mitgliederversammlungen oder private Feiern. Eine Sonntagsöffnung wird getestet.

Betrieb/Trägerschaft Das neue Kulturzentrum soll von der Stadt verwaltet und ans Gebäudemanagement angegliedert werden. Möglich wäre – nach rechtlicher Prüfung – gegebenenfalls auch eine Trägerschaft durch ein städtisches Tochterunternehmen oder einen Verein. Laut Hermanns ist muss unter anderem für Koordination und Programmplanung eine Vollzeitstelle neu eingerichtet werden, die er mit 57.600 Euro pro Jahr veranschlagt. Die Kosten für die neue Ausstattung schätzt er auf 460.000 Euro. Den größten Batzen (181.000 Euro) macht dabei der Eingangsbereich mit Foyer und Veranstaltungstechnik aus. Für Unterhalt und Betrieb setzt Hermanns weitere 163.000 Euro an.

Einnahmen Eine große Einnahmequelle wird das neue Kulturzentrum nicht. Ulrich Hermanns kalkuliert mit lediglich 17.000 Euro jährlich: zur einen Hälfte aus Sponsoring und Projektförderung, zur anderen insbesondere aus Vermietung und Selbstbedienungs-Gastronomie.