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Leichlingen Klinik Wersbach erhält Gütesiegel für Infektionsschutz

Leichlinger Einrichtung ausgezeichnet : Klinik Wersbach: Gütesiegel für Infektionsschutz

Ein Netzwerk, an dem auch das Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises beteiligt ist, hat geprüft, wie die Fachklinik am Rande der Blütenstadt gegen Keime und Viren vorgeht.

Die Klinik Wersbach in Leichlingen hat nach eigenen Angaben zum zweiten Mal das Zertifikat des MRE-Netzes Regio Rhein-Ahr erhalten. Es bescheinige der Fachklinik für seelische Gesundheit auch in Zeiten der Corona-Pandemie Patientensicherheit durch Hygiene und Infektionsschutz. Bereits 2016 habe sie das Gütesiegel bekommen.

Das MRE-Netz prüfe anhand von Dokumentationen und bei einer Prüfung vor Ort, wie Kliniken Infektionen vorbeugen, diese feststellen und therapieren, berichtet Petra Schmid, Oberärztin und Hygienebeauftragte der Klinik Wersbach. Zum Beispiel: Gibt es entsprechende Flyer für Patienten? Gibt es in der Klinik ausreichend Desinfektionsspender? Wird die Wäsche getrennt, wenn es einen Infektionsfall in der Klinik gibt? Wie verhalten sich die Pflegekräfte, die Therapeuten, Patienten und Angehörige im Falle einer bestimmten Infektion? Hat der Patient bereits Antibiotika eingenommen, wenn ja, welche und wann? „Einmal im Jahr werden alle Punkte überprüft, in unserem Fall erledigt dies das zuständige Gesundheitsamt. Es führt auch den Klinikbesuch durch“, sagt Schmid.

Das übergreifende Netzwerk wurde 2010 gegründet, um dem Problem multiresistenter Erreger (MRE) wirksam entgegenzutreten. An dem Netzwerk beteiligen sich neun regionale Gesundheitsämter sowie das Universitätsklinikum Bonn, finanziert wird das Netzwerk durch Kommunen und Kreise. Mitglieder sind unter anderem der Rheinisch-Bergische Kreis sowie die Städte Köln und Leverkusen.

Zu den bisherigen Präventionsmaßnahmen seien in Corona-Zeiten weitere Hygieneauflagen in der Klinik Wersbach hinzugekommen, berichtet Chefarzt Christoph Florange. Neu seien zum Beispiel die Abstandsregeln und strenge Besuchsregelungen. Jeder Patient werde vor der stationären Aufnahme auf Corona getestet. Aktuell dürften Besucher die Klinik nicht betreten, Treffen seien nur außerhalb der Klinik unter Beachtung der Schutzregeln möglich.

(sug)