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Leichlingen/Leverkusen: Leichlingen kauft sich bei der Volksbank ein

Leichlingen/Leverkusen : Leichlingen kauft sich bei der Volksbank ein

Mit dem Maximalwert von 120 Anteilen ist Leichlingen Mitglied der Volksbank Rhein-Wupper geworden. Andere Städte können folgen.

Die Stadt Leichlingen ist jetzt an der Volksbank Rhein-Wupper mit 120 Genossenschaftsanteilen beteiligt. Das ist zwar "nur" eine Summe von 6000 Euro, aber zugleich aber auch die Obergrenze für zulässige Anteile von Privat-, Geschäfts- oder institutionellen Kunden: Das betont Hans-Jörg Schaefer, Vorstand der Volksbank Rhein-Wupper. "Leichlingen ist bei den Städten in unserem Einzugsgebiet der Vorreiter. Langenfeld und Leverkusen sind zwar unsere Kooperationspartner. Sie sind aber noch nicht als Mitglieder beteiligt", berichtet Schaefer und fügt hinzu: "Wir würden uns aber sicherlich nicht verschließen, wenn Leverkusen und Langenfeld auch Mitgliederanteile erwerben möchten."

Die Volksbank Rhein-Wupper hat laut Schaefer aktuell 30 000 Kunden. 12 000 davon seien auch Anteilseigner: "Da ist nach oben noch viel Luft", sagt er und rechnet die Einwohnerzahlen von Leverkusen mit etwa 160 000 Menschen, Leichlingen mit 29 200 und Langenfeld mit knapp 57 000 Personen als Ausbaupotenzial für die Volksbank Rhein-Wupper zusammen. Das eigentliche Ziel der Genossenschaftsbank sei es aber, eine breite Beteiligung durch möglichst viele Anteilseigner zu erreichen. Wenn allerdings zu viele dieser Anteilsbesitzer die maximale Obergrenze ausschöpften, dann werde die Dividende für die kleineren Mitglieder umso uninteressanter, gibt der Volksbank-Vorstand zu bedenken.

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Auch Firmen und juristische Personen wie GmbHs oder KGs gehörten zwar zu den Mitgliedern, deren Anteile aber immer noch weitaus niedriger lägen, als bei der Stadt Leichlingen: "Unsere Geschäftskunden haben in der Regel Anteile von 500 bis 1000 Euro", berichtet Schaefer. Und er selbst habe gerade mal zwei Anteile an "seiner" Volksbank - also nur 100 Euro, verrät der Vorstand. Man habe für Leichlingen quasi eine Ausnahme gemacht und die Obergrenze der Anteile eigentlich auch wegen des Stadtrates zugelassen: "Wenn schon eine Ratsentscheidung nötig ist, dann kann man die schlecht nur für 50 oder 100 Euro herbeiführen", meint der Volksbank-Vorstand. Schaefer macht aber auch deutlich: "Wir begrüßen den Schritt der Stadt Leichlingen, bei uns Mitglied geworden zu sein." Schließlich unterhalte die Volksbank in Leichlingen eine ihrer größten Geschäftsstellen.

Bürgermeister Frank Steffes sieht in dem Beitritt der Stadt in die Volksbank den positiven Effekt der Dividenden-Ausschüttungen, die in Zeiten knapper Gemeindekassen mehr als willkommen sind. Denn mit den Ausschüttungen nur von der Kreisssparkasse Köln könne Leichlingen keine großen Sprünge mehr machen. Bei der jährlichen Mitgliederversammlung der Volksbank wird nun die Stadt Leichlingen als großer Anteilseigner auch das entsprechende Mitspracherecht wahrnehmen können: "Denn die Volksbank gehört schließlich den Mitgliedern", verdeutlicht Schaefer und betont: "Unsere Mitglieder werden aus erster Hand informiert und haben ihre Berater vor Ort, sie bekommen nicht einfach nur einen Geschäftsbericht mit der Post zugeschickt."

(RP)