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Leichlingen: Junge Basketballer besuchen Feuerwehr

Ferienaktion in Leichlingen : Nachwuchs-Basketballer besuchen die Feuerwehr

Was haben Basketballspieler und Feuerwehrleute gemeinsam? Auf jeden Fall den nötigen Mannschaftsgeist, der beim Sport und beim Feuerwehreinsatz für den Erfolg gleichermaßen wichtig ist. Insofern passte es ziemlich gut, dass 65 Kinder und Jugendliche, die in dieser Woche am Basketball-Feriencamp des Leichlinger Turnvereins teilnehmen, am Mittwoch den Löschzug 1 am Wallgraben besucht haben.

„Die Vereine in Leichlingen sollten zusammenarbeiten, weil für uns alle das Thema Nachwuchsarbeit wichtig ist“, begründete Basketball-Trainer Markus Rieser die Visite bei den Florianern. Bei Zugführer Stefan Meiner seien sie mit ihrem Besuchswunsch deshalb „offene Türen eingelaufen“. Außerdem sei der Ausflug nach etlichen intensiven Trainingseinheiten – „Basketball total - mit rund sechs Stunden Training pro Tag“ – eine gute Gelegenheit zum Regenerieren.

Die Feuerwehrleute zogen ihrerseits alle Register, um für ihr Ehrenamt und Hobby zu begeistern: Ein Löschfahrzeug und ein Hilfeleistungslöschfahrzeug standen zum Erkunden bereit, die Drehleiter war ausgefahren. Und wer bei einer Außentemperatur von knapp 30 Grad nicht ohnehin schon schwitzte, durfte auch noch die Hitzeschutzbekleidung und die 17 Kilo schwere Atemschutzausrüstung an- und ausprobieren.

Der 15-jährige Jonathan war in der großen Runde der Einzige, der sowohl Basketball spielt als auch sich bei der freiwilligen Feuerwehr engagiert. Seit fünf Jahren ist er in der Jugendfeuerwehr, beim Löschzug 2 in Oberschmitte schätzt er vor allem den großen Zusammenhalt der Freiwilligen. Gerne hätte er am Mittwoch noch mehr Basketballer überzeugt, es ihm gleich zu tun, doch zumindest bei Jesse (15) biss er damit erst einmal auf Granit. „Ich habe Höhenangst“, gestand er, spielt überdies nicht nur in Leichlingen Basketball, sondern auch in der Jugendbasketballbundesliga in Leverkusen. Zeit ist da eher knapp.

Damit aber steht er nicht allein. „Viele Kinder und Jugendliche sind schon in etlichen Vereinen“, sagte Jugendfeuerwehrleiterin Tessa Meinka, warum es der Feuerwehr nicht leicht fällt, ausreichend Nachwuchs zu finden. Aktuell sind insgesamt 45 Jungen und Mädchen zwischen zehn und 18 Jahren im Junior- und Jugendbereich der Leichlinger Feuerwehr aktiv, optimal wären 80 und mehr. Die Sorge, auf der Drehleiter trotz Höhenangst hoch hinaus zu müssen, konnte sie den Besuchern indes direkt nehmen: Es gebe auch noch viele Aufgaben als Maschinist, im Schlauchtrupp, im Wassertrupp oder als Gruppenführer, bei denen die Feuerwehrleute die meiste Zeit festen Boden unter den Füßen behielten.