Leichlingen Jugendhilfeausschuss

Am Wilhelm-Göddertz-Weg: Träger für künftige Kita gefunden

Die neue Kindertagesstätte am Wilhelm-Göddertz-Weg wird in die Hände der Bethanien Diakonissen-Stiftung gegeben.

Die Blütenstadt bekommt einen neuen Kindergarten-Träger: Der Jugendhilfeausschuss hat am Dienstagabend beschlossen, die künftige Kita am Wilhelm-Göddertz-Weg in die Hände der Bethanien Diakonissen-Stiftung zu geben. Damit wird der Kindergarten evangelisch-freikirchlich geprägt sein.

„Die Bethanien Diakonissen-Stiftung setzt die Arbeit und die Tradition der methodistisch geprägten Diakoniewerke Bethanien und Bethesda fort“, heißt es auf der Internetseite der Stiftung. „Wir sehen in unserer Arbeit auch einen christlichen Auftrag. Gerade auf Grund unserer christlichen Überzeugung ist es für uns ebenso selbstverständlich, die Aufnahme der Kinder nicht von ihrer Konfession abhängig zu machen“, betont der künftige Träger. Aktuell betreibt er bereits die Bethesda Kita Wuppertal, die evangelische Kita Rupelrath in Solingen, das Haus der kleinen Leute in Mülheim und baut die Kita Kater am Berg in Wuppertal-Elberfeld.

Die Stiftung hat sich im Interessenbekundungsverfahren des Leichlinger Jugendamtes gegen drei andere Träger durchgesetzt. „Das Gesamtpaket hat die Ausschussmitglieder überzeugt“, berichtet Fachbereichsleiter Ingolf Bergerhoff. So wolle der neue Träger unter anderem nicht nur die Kinder, sondern möglicherweise auch das Personal aus aktuellen Notgruppen und Übergangslösungen übernehmen. „Sie wirkten auf mich sehr professionell, qualifiziert und zugleich sehr nah an den Kindern und Eltern“, bestätigt Jugendamtsleiter Hubert Knops.

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Jetzt soll die Bethanien-Diakonissen-Stiftung nicht nur frühzeitig in die Planungen für das stadteigene Kita-Gebäude am Wilhelm-Göddertz-Weg einbezogen werden. Über den Träger will die Stadt auch zusätzliche Fördermittel beim Land Nordrhein-Westfalen akquirieren. Der neue Kindergarten wird zwei U3- und zwei Ü3-Gruppen haben und soll 2020 eröffnet werden.

Einen Überblick gab Bergerhoff im Jugendhilfeausschuss auch über die Entwicklung weiterer Plätze in den anderen örtlichen Kitas: In Kaltenberg wird aktuell der Boden vorbereitet für einen Container, der Ende September aufgestellt und eine Kita-Notgruppe beherbergen soll. In der Kindertagesstätte Flohkiste soll eine zusätzliche Gruppe im Frühjahr 2019 ebenfalls einen Container beziehen. Mit dem Träger der Offenen Ganztagsschule an der Uferstraße „Quelle“ laufen die Planungen, Container für eine Kita-Notgruppe, aber auch für die Offene Ganztagsschule aufzustellen; möglichst auch hier zum ersten Halbjahr 2019. Die evangelische Kirche Witzhelden hat Interesse an der Einrichtung einer zusätzlichen Gruppe in ihrer Kita am Wasserturm angemeldet.