Leichlingen: Leichlingen ist Mutterboden für Talente

Leichlingen : Leichlingen ist Mutterboden für Talente

In der Geschichte und in der Gegenwart brachte und bringt die Blütenstadt immer wieder künstlerische, geistes- und naturwissenschaftliche Berühmtheiten hervor. Sie machen Leichlingen national und auch international bekannt.

Die Blütenstadt ist in jeher ein "Garten", in dem künstlerische, geistes- und naturwissenschaftliche Talente in einem fruchtbaren Mutterboden gewachsen sind. Bekannte Leichlinger machen und machten das Städtchen an der Wupper weit über seine Grenzen hinaus bekannt. Eine kleine Auswahl überregional bekannter Leichlinger zeigt die Vielfalt an schlauen und kreativen Köpfen, die die Blütenstadt bereits hervorgebracht hat.

Aktuell startet die junge Witzheldenerin Jule Schacht als Schauspielerin in Köln und anschließend auf Tournee so richtig durch. Im September hatte sie Premiere mit dem stück "Lady Milford aus Almaty" im Theater am Rhein. Schillers Lady Milford aus seinem Stück "Kabale und Liebe" dient als Vorbild für diese Inszenierung. Seit Februar stand Jule Schacht mit dem Stück "Gelandet", ebenfalls im Theater am Rhein, auf der Bühne: einer Horrormär von missbrauchten und entrechteten Frauen.

Eine weiterer Witzheldener ist Andreas Platthaus (Jahrgang 1966), der überregional Karriere gemacht hat. Der stellvertretender Feuilleton-Chef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schrieb unter anderem Biographien über Alfred Herrhausen und Walt Disney. 2009 erschien sein erster Roman "Freispiel". Sein Buch "Die Völkerschlacht und das Ende der alten Welt" (2013) steht zur Zeit in der Bestsellerliste des Spiegels immerhin auf Platz 13. Natürlich darf auch Kinderbuchautorin Annette Langen nicht fehlen in der Auflistung bekannter Leichlinger. Ihr Hase Felix hoppelte zuerst zumindest in ihrer Vorstellung durch ihren Garten in Witzhelden. Mittlerweile erobert er die Herzen der Kinder im In- und Ausland. Ihre etwa 70 Kinderbücher sind in 29 Sprachen übersetzt worden. Bekannte und berühmte Leichlinger gab es auch reichlich in der Geschichte der Stadt, die wiederum bei Stadtarchivar Dr. Thorsten Schulz-Walden im Wortsinne gut aufgehoben ist. 1989 hatte die Stadtsparkasse eine Vortragsserie über "Leichlinger Köpfe und Charaktere" veranstaltet und dazu ein Buch herausgegeben. Darin wird beispielsweise des Leichlinger Malers Karl Lambeck Huschens (19ß1 bis 1944) gedacht. Nach ihm wurde auch eine Straße benannt. 1952 hatte die Stadt eine große Retrospektive seines Werkes in der Turnhalle gezeigt.

Der in Oberschmitte geborene Julius Pohlig (1842 bis 1916) ist als begabter Techniker in die deutsche Geschichte eingegangen. Er gründete ein Hüttenwerk und eine Seilbahnfabrik. Als Erfinder und Pionier machte sich der Leichlinger Oskar Erbslöh (1877 bis 1910) sogar weltweit einen Namen. Er schrieb Ballonfahrer- und Zeppelinfahrt-Geschichte und war bis in die USA bekannt. Nach diesem rheinisch-bergischen Luftfahrtpionier ist in Leichlingen eine Straße benannt.

Es gibt aber auch weniger beachtete Talente in der Geschichte Leichlingens. So war schon 150 Jahre nach seinem Tode der Leichlinger Komponist Johannes W. Wilms (1772 bis 1847)in Vergessenheit geraten, obwohl er ein umfangreiches Werk mit zahlreichen Orchesterstücken und alleine 22 Kantaten geschrieben hatte. Er wirkte lange Zeit in den Niederlanden.

So haben einige Leichlinger Begabungen den Heimatort als Sprungbrett in die "großer Welt" verstanden, andere sind in der Blütenstadt geblieben oder auch zurückgekehrt. Aber den Namen Leichlingen habe alle durch ihr Wirken bekannt gemacht.

(RP)