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Leichlingen: Immer weniger Kinder können sicher Radfahren

Verkehrsunfälle in Leichlingen : Immer weniger Kinder können sicher Rad fahren

Die Leichlinger Politiker sprechen nächste Woche über die Unfallzahlen aus der Polizeistatistik. Ein Thema darin: Jungen und Mädchen sind zunehmend seltener eigenständig mobil.

Sogar die Corona-Pandemie hat gute Seiten – wenn auch wenige. Die Verkehrsunfallstatistik 2020, die am kommenden Donnerstag im Infrastruktur-, Mobilitäts- und Betriebsausschuss diskutiert werden soll, zählt dazu: Wegen des geringeren Verkehrsaufkommens durch vermehrtes Homeoffice sank die Zahl aller Verkehrsunfälle im Rheinisch-Bergischen Kreis deutlich von 8135 auf 7034. Das entspricht einem Minus von rund 13 Prozent. Um 1,5 Prozent zugenommen hat 2020 allerdings die Zahl der Verkehrsunfälle mit Verletzten. Drei Menschen starben kreisweit.

Leichlingen schneidet in der Statistik 2020 im Vergleich mit den anderen kreiszugehörigen Kommunen recht gut ab. Es gab 60 Verkehrsunfälle mit Verletzten, aber keine Toten. Kreisweit 67 Kinder verunglückten im Verkehr – der niedrigste Wert im Sechs-Jahres-Vergleich – fünf davon in Leichlingen. Das ist ein Kind mehr als 2019, aber vier weniger als 2018 und 2017.

Trotz dieser überwiegend positiven Entwicklung bleiben die Jüngsten dauerhaft im Fokus der Polizei: „Bei den Kindern ist eine sich verändernde Verkehrsteilnahme zu beobachten: Die eigenständige Mobilität nimmt immer mehr ab, und insbesondere im städtischen Raum haben Kinder immer weniger Gelegenheit, das Fahrrad als Fortbewegungsmittel zu nutzen“, schreibt Polizeirat Daniel Mohr in der Auswertung. „Die schulische Radfahrausbildung im vierten Schuljahr gilt daher im Allgemeinen als wichtiger Baustein der Verkehrssicherheit in der Schule.“

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Auf gleichem Niveau wie in den Vorjahren bewegt sich mit 66 die Zahl der verunglückten 15- bis 17-Jährigen, fünf davon in Leichlingen (2019: 7). Außerdem gehen 124 junge Erwachsene in die Unfallstatistik ein. Auch hier geht der Trend in der Blütenstadt in die richtige Richtung – sieben Verunglückte 2020 im Vergleich zu 20 im Jahr davor. Die Zahl der verunglückten Erwachsenen (39 in Leichlingen) und Senioren (11) ist dagegen konstant geblieben.

Auf ein verändertes Freizeitverhalten sind wahrscheinlich 20 Prozent mehr Motorrad-Unfälle zurückzuführen. Die Polizei spricht von einem Plus beim Freizeitverkehr in 2020, unter anderem durch die mehr Kurz- und Heimarbeit.

Eine Zahl, die sich nicht durch die Pandemie erklären lässt, ist diese: Die Zahl der Verkehrsunfälle mit verletzten Personen, bei denen sich Unfallbeteiligte unerlaubt vom Unfallort entfernten, ist gegenüber 2019 um ein Drittel gestiegen.

Info Der Infrastruktur-, Mobilitäts- und Betriebsausschuss tagt am Donnerstag, 24. Juni, um 17 Uhr im Leichlinger Rathaus.