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Leichlingen Hoffnung für die Linden im Brückerfeld

Innenstadtkonzept : Hoffnung für die Linden im Brückerfeld

Die Bäume rund um den Marktplatz im Brückerfeld sollen – anders als in einem ersten Planungsentwurf – größtenteils erhalten bleiben, teilt die Stadt mit. Sie will den Platz mit mehreren „Blüteninseln“ und einem Wasserspielplatz zu einem attraktiven Treffpunkt umgestalten.

Die Sommerlinden rund um den Stadtplatz im Brückerfeld sind vielen Leichlingern ans Herz gewachsen. Umso größer war der Unmut unter anderem bei der Interessengemeinschaft „Future for Leichlingen“, als die Bäume in dem Entwurf zur Umgestaltung des Platzes hin zu einem Treffpunkt mit Blüteninseln und einem Wasserspielplatz nur noch in kleiner Zahl auftauchten.

„Future for Leichlingen“ hat sich sogar direkt an die Kölner Bezirksregierung gewandt, um etwaige Baumfällungen im Rahmen des „Integrierten Handlungskonzeptes“ auch an anderen Stellen in der Blütenstadt zu verhindern. „Wir sind der Meinung: ein Baum, noch dazu ein kapitaler, ist kein ‚Stadtmöbel‘, dass man simpel verschieben könnte und auch nicht leicht ersetzen!“, heißt es in dem Schreiben. Die Stadtbäume müssten „im Sinne einer klimarelevanten, vorsorglichen Stadtplanung erhalten werden“.

Andrea Murauer, Fachbereichsleiterin Bauen und Wohnen, stellte nun im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung klar: „In der Entwurfsplanung des Freiraumplaners sind die bisherigen Linden tatsächlich nicht vorhanden, sondern wurden durch einige Blüteninseln mit blühenden Bäumen ersetzt.“ Hierbei handele es sich allerdings um eine Entwurfsplanung für das Brückerfeld.

„Mit den Ausführungsplanungen wird frühestens im Herbst nächsten Jahres begonnen, die Maßnahmen möglicherweise in 2022.“ In den Ausführungsplanungen würden Veränderungen vorgenommen. „Selbstverständlich sollen so viele Bäume wie möglich erhalten werden.“

Der eigentliche Aufbau des Stadtplatzes im Brückerfeld sei jedoch ein Problem. „In circa 80 Zentimetern Tiefe gibt es eine feste Asphaltschicht, darüber ist Substrat, danach kommt die Pflasterung“, berichtet Murauer. Die Bäume säßen in einem Trog, der durch die Asphaltschicht hindurchgehe. „Dennoch haben sich die Wurzeln in der Substratschicht zwischen Asphalt und Pflaster verteilt, was zu den Unebenheiten geführt hat.“

Darüber hinaus seien die Linden inzwischen sehr groß geworden, so dass die Feuerwehr im Notfall mit ihren Leitern kaum an die Häuser komme. „Es wird an Lösungen gearbeitet, die Bäume zu erhalten und dennoch die notwendige Veränderung und Umgestaltung des Brückerfeldes zu erreichen“, versichert Murauer. „Dies wird in den Ausführungsplanungen erarbeitet und berücksichtigt.“

Aus der Domstadt bekam die Interessengruppe „Future for Leichlingen“ laut ihrem Sprecher Günter Weber übrigens die Antwort von Rainer Deppe, dem Vorsitzenden des Regionalrats für den Regierungsbezirk Köln: „Der Regionalrat begrüßt grundsätzlich, dass Bäume erhalten und neue Bäume gepflanzt werden. Gerade aus Gründen der Wärmeregulierung und Frischluftbildung sind Pflanzen in der Stadt, auch an und auf Gebäuden zunehmend wichtig.“