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Leichlingen: Hochzeit ohne Trauzeugen — April-Termine zum Teil verlegt

Trauungen werden verschoben : Coronavirus sorgt für Terminstress bei Hochzeiten

Die Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf den schönsten Tag im Leben zweier Menschen. Wer in diesem Monat seine Hochzeit geplant hat, muss mit Einschränkungen bei der Trauung bis hin zur Verlegung rechnen.

Im Standesamt im Leichlinger Rathaus finden nur noch Hochzeiten statt, wenn sie bereits terminiert sind — oder eine zeitliche Dringlichkeit besteht. „Das Standesamt arbeitet seit Wochen auf Hochtouren. Wir haben allein bis Ende April etwa 30 geplante Trauungen, die von der Corona-Situation betroffen sind“, erklärt Stadtsprecherin Ute Gerhards.

Am stärksten in Mitleidenschaft gezogen seien die Trauungen auf Schloss Eicherhof. Viele Paare haben ihren „großen Tag“ bereits auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. In enger Zusammenarbeit mit dem Schloss seien eine Reihe von „attraktiven Ersatzterminen im September und Oktober geschaffen worden, auf die schon viele Trauungen verlegt wurden“.

Im März fanden drei Trauungen auf dem Schloss jeweils nur mit dem Brautpaar und der Standesbeamtin statt. Im April werden es noch einmal acht standesamtliche Vermählungen auf dem Schloss sein, die mit diesen Einschränkungen vollzogen werden. Nach derzeitigem Stand lassen sich vier weitere Paare in diesem Monat im Trauzimmer des Rathauses ebenfalls nur im Beisein der Standesbeamtin trauen.

Trotz der Umstände und der aktuellen Ausnahmesituation „zeigen die Brautpaare alles in allem sehr großes Verständnis. Diese Krise verlangt uns allen sehr viel ab“, entgegnet Gerhards. „Wir hoffen sehr, dass sich die Situation bald entspannt — wären aber vorbereitet, auch die Trauungen im Mai und Juni, nochmals etwa 45 Termine, in Absprache mit den Paaren zu verschieben.“