1. NRW
  2. Städte
  3. Leichlingen

Leichlingen Heidrich wehrt sich gegen Anzeige von Bürgermeister

Zoff in Leichlingen : Heidrich wehrt sich gegen Anzeige von Bürgermeister

„Ich hasse Gewalt und habe nie in meinen 76 Jahren Gewalt ausgeübt oder dazu aufgefordert. Weder gegen Sachen als auch nicht gegenüber Menschen“, verteidigt sich der Verfasser der Postwurfsendung „Eine Reportage aus der Blütenstadt“.

Der Leichlinger Gerd Heidrich wehrt sich gegen den Vorwurf, implizit zur Gewalt gegen Bürgermeister Frank Steffes oder andere aufgerufen zu haben. Der Verwaltungschef hatte Anzeige gegen Heidrich erstattet, weil er in dessen jüngster Postwurfsendung „Eine Reportage aus der Blütenstadt“ eine Analogie zu Heinrich von Kleists Novelle „Michael Kohlhaas“ und einen Aufruf zu Gewalt gegen ihn und Ratsmitglieder sieht. In einer Mail an Steffes, die unserer Redaktion vorliegt, schreibt Heidrich: „Ich hasse Gewalt und habe nie in meinen 76 Jahren Gewalt ausgeübt oder dazu aufgefordert. Weder gegen Sachen als auch nicht gegenüber Menschen. Das gilt natürlich auch für den gesamten Text meiner Reportage über die Stadt Leichlingen, die in den letzten Tagen an die Bürger verteilt wurde.“

In der zwölfseitigen Broschüre kritisiert Gerd Heidrich zahlreiche Entscheidungen und Projekte der Leichlinger Politik und Verwaltung, insbesondere die Veränderungssperre auf dem Gewerbegrundstück seines Freundes und Unternehmers Reinhold Marseille. Außerdem vermutet er hinter dem Entscheid, mit dem Marseille in seiner Klage gegen die Stadt wegen der Sperre vor Gericht unterlegen war, ein „politisches Urteil“.

(inbo)